Hysterie und Selbsthaß

Um 1900 war die damalige feministische Welle bereits für Hysterie, inhaltlich zerstörerische Radikalität und militante Aggressivität ihrer Methoden berüchtigt. Das Buch „Zensiert: Flaschenpost in die Zukunft. Erster Band zur ersten Welle” zitiert einen Abgeordneten des britischen Parlaments, der die Befürchtung äußerte, die von den Feministinnen gezeigte Hysterie werde dauerhaft in die Gesellschaft eingebaut, wenn ihren Forderungen nachgegeben werde. Mit solcher Hysterie würden dann auch weitere Ziele verfolgt, die ihnen in der Zukunft in den Sinn kommen könnten.

Heute wirkt seine Vorhersage prophetisch. Sie hat sich in allen Einzelheiten erfüllt. Der Abgeordnete hatte noch eine Reihe von Beispielen für zu erwartende hysterische Kampagnen genannt, die von späteren feministischen Wellen sämtlich betrieben wurden. Hinzu kamen viele weitere, die nicht vorhersehbar waren.

Ähnliches gilt für Befürchtungen anderer Kritiker. Von der Prohibition in den USA der 1920er bis zum Einbruch der Geburten in abendländischen Gesellschaften, bei uns weit unter die Selbsterhaltungsrate, sind alle Vorhersagen eingetroffen, von damals unbekannten Folgewirkungen gar noch in den Schatten gestellt worden.

«Frauenwahl und Prohibition: : Eine vergleichende Studie zu Gleichheit und sozialer Kontrolle (Archiv der deutschen Frauenbewegung)»1

Das Gleichgewicht der Geschlechter war bereits in den 1920er Jahren gekippt. Beschreibungen dominierter und lächerlicher Männer prägten die Zeit, wie u.a. auch in „Ideologiekritik am Feminismus: Krieg gegen Mann, Natur und Kultur” dokumentiert.

«Prohibition: Die Zwillingsschwester der Suffragebewegung
von Steve Sailer …

In diesem geistigen Klima wurden die kleinstädtischen USA gesehen als von spielverderbenden Frauen gewissen Alters dominiert, die darauf aus waren, Männer zu domestizieren. …

Erster Superstar der Zeitung New Yorker war James Thurber, ein Bursche aus Ohio, der auch in Paris gedient hatte. Sein bevorzugtes Thema war der Krieg zwischen Männern und Frauen. In den Cartoons von Thurber wurden kleine Ehemänner mit sanften Manieren überschattet von gigantischen Ehefrauen …

Aber ihre Empörung war war ausgeprägter gegen die Prohibition, welche sich als Zwillingsschwester der Suffragetten erwiesen hatte. Gegen die Einwände der Getränkelobby, in dieser Frage Hauptgegner der Suffragetten, hatte der Kongreß 1919 die Prohibition beschlossen, um Frauen zu besänftigen.»2

Wie bei anderen feministischen Kampagnen oder Hysterien war die Wirkung verheerend: Das berüchtigte Chicago der Mafia und Schießereien (z.B. Al Capone) war eine direkte Folge – so wie heute Unruhen in Vorstädten Frankreichs.

«Prohibition verwandelte einige Städte in Schlachtfelder opponierender Alko­hol­schmug­gel­banden.»3

Bevorzugte Wahrnehmung von Frauen ist angeboren; ebenso benachteiligende Sicht männlicher Verlierer. Bei freier weiblicher Wahl durch sexueller Selektion werden laut Genetikern sowie feministischen Quellen 80 Prozent der Männer von Fortpflanzung ausgeschlossen, sollen daher weder Mitgefühl noch Liebe erhalten. Entfesselung der sexuellen Selektion führt aus biologischen Gründen zu seelischer Grausamkeit und sozialer Ungleichheit: eine kleine Minderheit von höchstens 20 Prozent der Männer wird bevorzugt auf Kosten der breiten Mehrheit.

Schon im 19. Jahrhundert bevorzugten Gesetze Frauen, die besser behandelt, eher entschuldigt, seltener und milder verurteilt wurden, sodann einem weniger strengen Strafvollzug ausgesetzt waren. Genauso auf allen anderen Ebenen. Daher gab es keinerlei Berechtigung für Feminismus. Sexuelle Selektion war eine viel einschneidendere und folgenreichere Wahl als die politische; doch niemand dachte daran, Männern gleiche Rechte bei der sexuellen Wahl einzuräumen – sofern das bei der Natur der Menschen überhaupt möglich ist.

Die nächste wichtige Vorhersage betraf den Rückgang der Geburten, der westliche Länder zu einem Vakuum werden ließ, das Glücksritter in Scharen anlockte und schließlich ganze Völkerwanderungen auslöste, die dabei sind, Europa mitsamt seiner Kultur, Zivilisation, seinen Werten, der Freiheit und die ursprünglichen Bevölkerung untergehen zu lassen.

Wie in „Flaschenpost in die Zukunft” aus feministischen Quellen belegt, erfanden die Suffragetten mit ihrer Selbstdarstellung die politische „Ästhetik des Faschismus”, die eine Übernahme der Selbstinszenierung der streitbaren Schwestern war. Außerdem beweist das Buch: Die Frauenbewegung des ausgehenden 19. Jahrhunderts war verquickt mit Rasseneugenik.

«Auch in der sozialistischen Bewegung fand die Abstinenzforderung Rückhalt. …
Um 1900 wurde die Abstinenzbewegung von Vertretern der Eugenik aufgenommen… Auch die Nationalsozialisten unterstützten in ihrer Rassenhygiene eine abstinente Lebensweise. …
Wie andere gemeinnützige Vereine und die Sittlichkeitsvereine wurden die Abstinenzvereine zu großen Teilen von ihren weiblichen Mitgliedern getragen»4

Die 1920er Jahre waren bereits eine Zeit voller Probleme, entwurzelter Jugendlicher, in den USA wie in Europa. Das lag nicht an einem verlorenen Krieg, wie in Deutschland unterstellt wird, sondern war genauso bei den Siegern oder vom Krieg unbetroffenen Ländern wie Australien oder Neuseeland. „Ideologiekritik am Feminismus” zitiert Beschreibungen, wie belastend schwer es Jungen damals bereits wurde, die gestiegenen Ansprüche von Mädchen zu erfüllen.

Politische Hysterien blieben nicht auf feministische Frauen beschränkt; Hysterie hatte sich tatsächlich im Gebäude der Gesellschaft etabliert. Das spiegelte sich später: Heutige Neurechte verwenden Methoden der 1968er Kulturrevolution, des Feminismus und der Neuen Linken. Einmal ersonnen, verbreiten sich Methoden im ganzen politischen Spektrum, werden auch von einstigen Widersachern übernommen.

Nach vielen Wirren und dem Zweiten Weltkrieg gab es in den 1950ern einen Versuch, sich auf das „normale bürgerliche Leben” zurückzuziehen und wieder ein Gleichgewicht zu finden. Dieser Versuch brach in der 1968er Kulturrevolution zusammen. Wutkreischende Feministinnen drückten, vielleicht noch krasser als ihre Vorläuferinnen, jene Hysterie aus, für die sie bereits um 1900 berüchtigt gewesen waren.

Das mühsam über Jahrhunderte errichtete Gebäude objektiver, wertfreier Wissenschaft wurde überrannt, in eine Brutstätte viraler Ideologie umfunktioniert. Wie in meinen Büchern anhand von ‚wissenschaftstheoretischen’ und anerkannten zentralen Schriften führender Feministinnen bewiesen, baut Feminismus auf vollständiger Negierung aller wissenschaftlichen zivilisatorische Werte:

* Parteilichkeit

* Betroffenheit

* Subjektivität

* Ablehnung ‚patriarchalischer’ Logik. Widersprüche sind zulässig und erwünscht. Es wird wahlweise ‚Gleichheit’ oder Bevorzugung von Frauen gefordert, was immer gerade günstiger erscheint.

* Alle Begriffe werden aus einer feministischen Sicht umgedeutet. Daher sind bereits die Wörter schief, die wir zum Nachdenken benutzen.

* Die Voraussetzungen (Grundannahmen) sind bereits falsch: Frauen sind das biologisch und strukturell dominante Geschlecht, nicht Männer. Frauen werden bevorzugt, nicht Männer. Unsere Wahrnehmung trügt, weil sie als evolutionärer Schutzmechnismus schief ist.

* Bereits die Fragestellungen sind ideologisch, entspringen einem verqueren Weltbild

* Alle Denkansätze sind doktrinär und verdreht

* Alle Zielsetzungen sind ideologisch, beruhen auf radikalem Mißverstehen menschlicher Naturwissenschaftler

* Manipulation des zu untersuchenden Gegenstandes. Es wird also selbst hergestellt, was anschließend ‚gemessen’ wird.

* Indoktrination der Menschen, die untersucht werden. ‚Frauenforschung’ war und ist Teil eines politischen Kampfes.

Deshalb kann dabei niemals irgend etwas objektives herauskommen. Gleiches gilt für die Politik. Hysterische Politik und hysterische Gesinnungsmedien haben Demokratie zur Fassade werden lassen.

Bereits vor dem Ersten Weltkrieg wurde die Tendenz von Feministen beiden Geschlechts bemerkt, Andersdenkende zu unterdrücken. Feministinnen, die sich in vormalige Männergruppen begeben, stören ihnen ungenehme Meinungen von Männern; daher haben sie die Tendenz, diese unterdrücken, ächten oder zensieren zu wollen. Meine Bücher zitieren Bax und Churchill, der jene Entwicklung selbst erlebte und daher wußte, daß manche Dinge, die früher frei gesagt werden konnten, nunmehr unsagbar wurden. Das war der Kern politischer Korrektheit, die uns heute zerfrißt und dem Untergang preisgibt.

Denn durch Feminismus entstand Einseitigkeit: Feministen durften alles äußern, auch die schlimmsten Dinge. Die moralisch gebranntmarkten ‚Gegner’ – alle Menschen natürlicher Kultur –, durften das nicht, wurden als angeblich ‚rückschrittlich’, ‚chauvinistisch’ oder ‚zurückgeblieben’ verhöhnt. Je nach Zeit und Thema gab es andere verunglimpfende Begriffe, doch das Wirkprinzip blieb sich gleich. Alle Vertreter natürlicher Kultur waren mundtot. Sie vermochten sich nicht mehr zu äußern oder galten als lächerlich oder peinlich, nur aufgrund ihrer Abweichung vom inzwischen vorgeschriebenen Feminismus. Daher setzte sich die andere Seite immer weiter durch, wurde mit jedem Jahr und Jahrzehnt radikaler. Über 50 Jahre wurde Feminismus so zum Selbstläufer und Dauerbrenner. Denn tiefgreifender Widerspruch war unmöglich oder im voraus diskreditiert. Allein der Widerspruch gegen Feminismus disqualifizierte.

Künftige Generationen lernten in ihrer Kindheit die Rest von Kultur nicht mehr kennen, gehen also blind und leicht verblendbar durchs Leben. Sie wissen nicht einmal, worum sie betrogen wurden.

Doch das bemerkte die breite Mehrheit nicht, sondern ließ sich überrollen. Erst als diese Methode auf andere Themen, wie heute die Verteufelung aller politischen Meinungen jenseits der radikal linken und feministischen, insbesondere auf jede Kritik am Islamismus ausgedehnt wurde, begannen einige aufzuwachen. Doch sie sind sich nicht bewußt, wie alt diese Methode ist und woher sie stammt.

Ein weiterer Folgeschaden ist negative Auswahl, die dümmere und aggressivere Kindergenerationen hervorbringt. Wenn Frauen in Konkurrenz zu Männern berufstätig statt vor allem Mütter sind, dann bringen intelligente, daher besonders erfolgreiche Frauen am wenigsten Kinder zur Welt. Es sind dann also die falschen Frauen, die sich fortpflanzen.

Noch schlimmer ist die Wirkung des Feminismus auf die Auswahl der Männer. Statt Dichtern und Denkern, Wissenschaftlern und Erfindern, die über Büchern hocken, fleißig und konzentriert arbeiten und umwälzende Gedanken haben, setzen sich Männer durch, die uralte Instinkte bei Frauen ansprechen – Instinkte der Steinzeit, die aggressive Sieger, Verbrecher, Asoziale, sogar Mörder und Vergewaltiger anziehender machen als den ‚langweiligen’ kopflastigen, wohlerzogenen Mann, dessen Anlagen aussterben.

Stattdessen werden die aggressivsten Männer mit der geringsten Kontrolle von Affekten und Sexualität, zugleich der niedrigsten Intelligenz weltweit von ‚sozial engagierten’ Frauen aus aller Welt angelockt. Solche Negativauswahl wird Männerüberschuß – denn immer sind es vor allem Männer, die als Glücksritter oder Eroberer in ungewisse Ferne ziehen – verdrängt dann die eigenen Männer, schwängert die vom Feminismus verwirrten, aus Kultur und Anstand gerissenen Frauen. Das ist ein Fluch für künftige Generationen. Wir verdummen und verrohen.

Erst jetzt, da Millionen Europa fluten, ein ganzer Kontinent mitsamt seinen Werten und seiner Zivilisation unterzugehen droht, beginnen einige aufzuwachen, sich der Propaganda der Gesinnungsmedien zu entziehen.

Auch Kritiker ständiger Linksverschiebung aller etablierten Parteien und selbstzerstörerischer Begrüßung von Masseneinwanderung sind von den feministischen Wellen überrollt und geprägt, ohne dies zu bemerken. Ihnen ist nicht bewußt, woher die beängstigenden Methoden einer neuen Form der Gesinnungsdiktatur stammen. Sie halten die heutigen Folgeprobleme für die zentralen Probleme. Doch das ist nicht richtig. Ohne frühere feministische Wellen, die unseren eigenen Männer völlig das Rückgrat brachen, ohne radikalen Verlust des Gleichgewichts der Geschlechter und ganzen Gesellschaft, ohne entwurzelt und verwirrt nachgewachsene Generationen wären die heutigen Verirrungen undenkbar.

Auch Kritiker des extremen Linksrutsches und der Preisgabe des Abendlandes an demographische Eroberung durch Muslime, die zunehmend islamistischer werden, argumentieren feministisch. Sie bauen auf genau den Denktabus und Klischees, die Feminismus errichtet hat, sind stolz auf das Hofieren sexueller ‚Minderheiten’, bauen auf feministische Argumente gegen den Islam oder die Masseneinwanderung.

Niemals hatten Männer und Vertreter des natürlichen Lebens oder der europäischen Kultur eine Chance, die Verirrten und Entgleisten zurückzuholen auf den Boden der Tatsachen und ins Reich der Vernunft. Das ist auch heute völlig undenkbar. Jetzt kämpft eher ein neuer, rechter Feminismus gegen den alten linken. Doch eine Überwindung ist außer Sicht. Bis wir das Problem erkennen und überwinden, werden wir anfällig bleiben für Folgekatastrophen wie die laufende Selbstzerstörung Europas, die nur deswegen läuft und schwierig ist, weil manipulierte Menschen alle moralisch niederkeulen, die vernünftig reagieren wollen. Masochistischer Gesinnungszwang ist wesentlicher Teil des Problems.

Fußnoten

1 «Women’s Suffrage and Prohibition: : A Comparative Study of Equality and Social Control (Archiv der deutschen Frauenbewegung)» http://meta-katalog.eu/Record/34745addf

2 «Prohibition: Twin Sister of Women’s Suffrage

by Steve Sailer

September 18, 2013 …

In this intellectual climate, small-town America was seen as dominated by killjoy women of a certain age intent upon domesticating men. …

The New Yorker’s first superstar was James Thurber, an Ohio boy who had also served in Paris. His favorite theme was The War Between Men and Women. In Thurber cartoons, small, mild-mannered husbands are overshadowed by their giant wives, while the man’s bloodhound looks on in sympathy. …

But their outrage could be turned more explicitly upon Prohibition, which had proven to be suffragism’s twin sister. Over the objections of women’s suffrage’s main opponents in the liquor lobby, Congress had passed Prohibition in 1919 to placate the women» http://takimag.com/article/prohibition_twin_sister_of_womens_suffrage_steve_sailer/

3 «Prohibition transformed some cities into battlegrounds between opposing bootlegging gangs.» (https://www.reddit.com/r/MensRights/comments/1w14dw/the_prohibition_era_and_modern_feminism_a/)

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