Kriegsgefahr

Trump vom militärischen Komplex umgedreht

Bis vor der Wahl hatte Trump sich klar gegen Einmischung in Syrien ausgesprochen. Außerdem wollte er sich auf die Interessen des amerikanischen Volkes besinnen („America first”), daher Einmischung in die Angelegenheiten anderer aufgeben. Er war angetreten mit dem Anspruch, mit dem Filz verborgener, nicht demokratisch legitimierter Mächte aufzuräumen, ebenso mit den Gesinnungsmedien, die er „very fake news media” nannte.

Dies galt bis vor kurzem, vielleicht vor wenigen Tagen. Dann geschahen merkwürdige Dinge. Einer seiner bislang besten Vertrauten und Berater wurde aus dem Sicherheitsrat entfernt, offenbar durch Angehörige des militärischen Establishments ersetzt. Anscheinend befand sich Präsident Trump unter massivem Druck des militärischen Komplexes und der mächtigen US-Geheimdienste, die in den USA „Deep State” genannt werden.

Kurze Zeit darauf wurde ein vermutlicher „Giftgasangriff” gemeldet, der sofort ohne Beweise Assad angelastet wurde. Das verlief nach der in unseren Gesinnungsmedien üblichen Doppelmoral: Geschieht in Deutschland ein offensichtlicher Terroranschlag, so heißt es, die Sache müsse nüchtern untersucht werden, es sei ‚undemokratisch’ oder ‚populistisch’, voreilige Verurteilungen zu äußern. Am Ende geht es dann meist so aus, daß der Täter als ‚Einzelfall’ mit ‚psychischen Problemen’ hingestellt wird, der sich in einer ‚Ausnahmesituation’ befunden habe, während der IS den Täter oftmals (aber nicht immer) als einen der ihren bezeichnet. Später werden dann Mittäter gefunden, doch bis dahin ist das Interesse der Öffentlichkeit verschwunden, die sich dann kaum noch Gedanken darüber macht, daß ‚Einzelfall’ mit ‚psychischen Problemen’ eine Lüge zur Verschleierung des Ernsts der Lage und der Unfähigkeit der Verantwortlichen, der Falschheit höchst schädlicher Ideologie gewesen ist.

Umgekehrt verläuft es in Syrien. Hier wird überstürzt und ohne Beweise auf den Knopf gedrückt, eine Raketensalve gegen die syrische Armee geschossen. Die russische Regierung erklärt, die (vom Westen wohl unterstützten) Rebellen hätten eine Werkstatt zur Herstellung von Waffen mit Waffenlager betrieben, die bei einem Luftangriff getroffen wurden. Ohne Wissen der syrischen Armee und Regierung hätten sich in dem Waffenlager der Rebellen Giftstoffe befunden. Das wäre eine plausible Erklärung, die neutral zu untersuchen wäre. Es geht nicht an, aufgrund einer unbewiesenen Behauptung einen Kriegsschlag zu führen.

Aufgrund dieser aggressiven neuen Haltung besteht Kriegsgefahr, die uns alle bedroht.

«Der Kreml sagt den U.S.A., sie seien ‚einen Schritt vom Krieg entfernt’, als Trump warnt, er wolle Syrie WIEDER treffen

von amticker | 13:37 | 8.Apr 2017

Der Kreml sagt den U.S.A., sie seien ‚einen Schritt vom Krieg entfernt’, als Trump warnt, er wolle Syrien WIEDER treffen

„Dieser Militärschlag ist ein deutliches Indiz für die extreme Abhängigkeit des US Präsidenten von den Sichten des Washingtoner Establishments.”

Daily Mail – 8. APRIL 2017

Der russische Primierminister Dmitry Medwedew beschuldigt Donald Trump

Beim ersten direkten amerikanischen Militärschlag gegen Bashar al Assads Kräfte erlaubte der US-Präsident, 59 cruise missiles auf militärisches Flugfeld zu feuern.

Offizielle sagen, es sei Vergeltung wegen Assads Verwendung chemischer Waffen

US-Botschafter zur UN: ‚Wir sind darauf vorbereitet, mehr zu tun, aber wir hoffen, daß es nicht notwendig sein wird.’

Wladimir Putin hat jetzt das Kriegsschiff Admiral Grigorovich geschickt, die Syrische Küste zu schützen

Syrische Flugzeuge hoben ab vom al-Shayrat Flugplatz am Freitag in einem scheinbaren Akt des Trotzes

Der Kreml hat die USA gewarnt, sie sei ‚einen Schritt vom Krieg’ um Syrien entfernt – aber die Trump Administration antwortet, sie sei vorbereitet, wieder Luftschläge auszuführen.»1 (Daily Mail)

Diese Lage ist lebensgefährlich für uns alle. Verborgene, demokratisch nicht legitimierte Systemkräfte gefährden sinnlos aller unser Leben, genauso wie sie es bei der Masseninvasion in unser Land tun, bei der Verdrängung heimischer Männer, so wie sie uns seit 1968 sinnlos feministischer Irrsinnsdoktrin opfern.

Im folgenden behaupte ich nicht, Dinge verhielten sich so und nicht anders. Das sind Themen, bei denen sich Militärspezialisten besser auskennen und immer noch zu wenig Informationen haben. Doch sind es Anzeichen dafür, daß wir belogen werden, unsere Gutgläubigkeit und Naivität ausgenützt wird, um nach Belieben Kriege zu führen und Völkerwanderungen auszulösen oder zu erlauben, die mündige Wähler nicht wollen. Vielleicht ist das auch ein Grund dafür, daß intelligente Menschen verdrängt und durchmischt werden sollen, damit eine zwar zur Arbeit taugliche, aber den Eliten nicht länger durch Intelligenz gefährliche Masse entsteht. (Sarkasmus)

«Angeblicher Giftgasangriff: Moskau legt Fakten auf den Tisch – und bekräftigt Unterstützung für Assad

5. April 2017

Moskau. Vor dem Hintergrund des angeblichen Giftgaseinsatzes in Syrien – der Westen macht dafür unisono die syrische Regierung verantwortlich, ohne einen Beweise dafür präsentieren zu können – ist auch Rußland als Verbündeter der Assad-Regierung wieder ins Visier geraten. Nur Moskau könne Assad „stoppen”, unkten diverse westliche Medien und Politiker. …

Was den vermeintlichen Giftgasangriff angeht, konnte Moskau in diesem Zusammenhang jetzt Fakten auf den Tisch legen: wie das russische Verteidigungsministerium mitteilt, habe die syrische Luftwaffe beim Angriff auf die Stadt Chan Scheichun im Nordwesten Syriens ein von Rebellen genutztes Lager mit Giftstoffen getroffen. Das gehe aus Daten der russischen Luftraumkontrolle hervor. In dem Lager habe sich eine „Werkstatt zum Bau von Bomben” befunden. Dort seien Giftstoffe gelagert worden. Der mutmaßliche Giftgas-Angriff forderte nach Angaben verschiedener Stelle mindestens 72 Todesopfer, darunter 20 Kinder. (mü)»2 (zuerst.de)

Aus Obamas Regierungszeit waren Pläne bekannt geworden, mit einer ‚falsche-Flagge-Operation’ verbündete islamische Rebellen einen Giftgasangriff führen zu lassen, der dem Regime Assads in die Schuhe geschoben werden sollte, um einen Krieg zu rechtfertigen.

«16:14 07.04.2017

Die britische Zeitung „Daily Mail” hat einen Artikel mit dem Titel „USA unterstützten Plan zur Chemieattacke in Syrien, um die Schuld daran dem Assad-Regime vorzuschieben” vom 29. Januar 2013 von ihrer Webseite gelöscht.

Laut dem Autor des Beitrags sollte ein Chemieangriff als Vorwand für die Stärkung der Militäraktivitäten der internationalen Koalition in Syrien dienen. „Die veröffentlichten E-Mails zeugen vermutlich davon, daß das Weiße Haus grünes Licht für eine Chemieattacke in Syrien gegeben hat, für die das Regime von Assad verantwortlich gemacht werden könnte”, hieß es in dem Artikel.

Der veröffentlichte Bericht beinhaltete, hieß es, einen Briefwechsel zwischen zwei hochrangigen Angestellten des in Großbritannien ansässigen Unternehmens Britam Defence. Demnach sollte das von Washington genehmigtes Schema vorsehen, daß Katar die C-Waffen-Attacke unter Einsatz syrischer Rebellen finanzierte.

Dem Autor zufolge hat ein malaysischer Hacker diesen Briefwechsel veröffentlicht, der über einen nicht geschützten Server des Unternehmens auch Zugang zu den Kopien von Personalausweisen und Lebensläufen der Mitarbeiter bekommen haben soll. …

„Für die Vorbereitung eines solchen Anschlags müssen zahlreiche Maßnahmen getroffen werden wie Aufklärung, Planung, Vorbereitung von Flugaufgaben und der Raketen zum Start”. Es sei jedem Fachmann klar, daß Washington die Entscheidung über einen Raketenschlag auf eine syrische Luftwaffenbasis lange vor den Ereignissen in Chan Scheichun getroffen haben muß, die als formeller Anlaß diente.»3 (Sputniknews)

Überprüfen kann ich dies nicht. Die russische Regierung hat gesagt, die Reaktion der USA sei so schnell erfolgt, daß sie bereits vor dem Vorfall beschlossen gewesen sein muß, weil es unmöglich sei, so schnell Ziele zu recherchieren und einen Angriff vorzubereiten. Es gibt jedoch auch Stimmen in den USA, die dasselbe vermuten:

«Der investigative US-Journalist Robert Parry, der in den 80er Jahren den Iran-Contra-Skandal ans Tageslicht gebracht hatte, erklärt: „Ein mögliches Szenario ist, daß syrische Kampfflugzeuge ein Waffenlager der Rebellen, wo das Giftgas gelagert worden war, bombardierten, worauf hin die Behälter explodierten. Eine andere Möglichkeit ist eine Inszenierung durch die immer verzweifelteren Al-Kaida-Dschihadisten, die für ihre Geringschätzung von unschuldigen Menschenleben bekannt sind.“

Umgekehrt stellt sich die Frage, warum die Regierungstruppen, die militärisch auf dem Vormarsch sind, Giftgas gegen Zivilisten hätten einsetzen und damit dem Westen die Rechtfertigung für eine härtere Gangart gegenüber Assad geben sollen.»4

Einst ist jedoch klar: Wie immer genau die Wahrheit lauten mag, sind schmutzige Interessen im Spiel. Präsident Trump hatte versprochen, diese unselige Verquickung der USA in unnötige Konflikte zu beenden, die von beiden Systemparteien – Republikanern und ihren Neokonservativen, oder ‚Demokraten’ und ihren Globalisten – betrieben worden waren. Dabei hatten sich verkrustete Eliten gebildet, wie es sie auch in der EU und europäischen Staaten gibt, die festgefügte Interessen verfolgen, die sich niemals über Wahlen entscheiden lassen, weil alle Systemparteien von diesen Interessen vereinnahmt werden. Daraus erklärt sich übrigens die Wut auf die AfD und ständige hämische Hetze gegen diese neue Partei: weil sie noch nicht vom System vereinnahmt ist und droht, es in Frage zu stellen. Dies zu tun, ist überlebensnotwendig, denn sonst werden wir von diesem außer Kontrolle geratenen System überfahren. Es ist dabei, die Völker Europas auf immer zu zerstören, die männlichen Linien zu opfern, so wie ganze Generationen dem Feminismus und Genderwahn geopfert wurden.

Die zerstörerischen Kräfte haben zunächst massiv seit den 1970ern Feminismus und seit den 1980ern Gender Mainstreaming EU-weit verbreitet und festgeschrieben, in der ‚Entwicklungshilfe’, die mehr schadet als hilft, sogar weltweit. In den 1970ern klagten viele über irrsinnige EU-Regeln, die aufzwingen, alles geschlechtsneutral zu machen, was es offensichtlich nicht sei, dabei alle gewachsene Kultur und Tradition zerstörten. Diese schweigende Mehrheit ist heute vergessen. Leider. Denn sie hatte recht.

An die Zerstörung menschlicher Natur und des Füreinanders der Geschlechter erinnern wir uns ungern. Eher fallen uns Beispiele ein wie die „Energeisparlampen”, die viel teurer waren als normale Glühbirnen, Quecksilber enthielten, daher gar nicht umweltfreundlich waren, sondern im Gegenteil diese verseuchten wie nie zuvor. Glühlampen hielten viel länger, obwohl ein gesetzeswidriges Kartell seit den 1930er Jahren Firmen mit Bußgeldern zwang, die Haltbarkeit von Glühlampen künstlich zu verringern. Nie wurden sie dafür bestraft. Diese Kartelle witterten fette Beute, als sie die giftigen „Energiesparlampen” auf den Markt drücken wollten, die viel teurer waren, also mehr Gewinn versprachen, obendrein schneller durchbrannten. Nur nach nochmaliger künstlicher Verringerung der Haltbarkeit von Glühlampen konnten sie behaupten, die neuen Produkte seien so haltbar wie (oder haltbarer als) die alten. Unser politisches System knickt ein vor solchen Lobbyisten. Das gilt umso mehr bei dem ungleich mächtigeren militärischen Komplex, der sehr viel mehr Geld hat und stärker manipuliert als ein Leuchtmittelkartell.

Damit aufzuräumen hatte Trump versprochen, so wie bei uns die AfD gegen die wichtigsten Entgleisungen des nicht demokratisch funktionierenden Systems vorgehen will. Doch dieses nicht legitimierte, Parteien und Politiker korrumpierende System wehrt sich, indem Kritiker verunglimpft werden, damit sie nicht an die Macht gelangen. Geschieht das in einem seltenen Ausnahmefall, wie der überraschende Wahlsieg von Trump es war, so wird massiv Druck ausgeübt, um den Rebellen einzufangen und zu zähmen. Trumps Umfallen in Sachen Syrien hat gezeigt, daß sogar so ein starker Charakter von dem destruktiven System des Westens, das nur vorgibt, eine Demokratie zu sein, zermürbt und gebrochen wird.

Sollte in Europa eine echte Oppositionspartei Wahlen gewinnen, ist ähnliches zu befürchten. Darum ist es ein Fehler, die Fundamentalopposition in den eigenen Reihen zu bekämpfen, um vermeintlich koalitionsfähiger zu werden.

Zurück zur Syrientragödie, die uns den demographischen Untergang ganzer Völker durch Verdrängung beschert hat:

«06.04.2017(geändert 14:00 06.04.2017)

Damaskus hat wiederholt den Sicherheitsrat der UN und die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) gewarnt, daß die Terroristen von Daesh und Nusra Front Waffen aus Irak und Türkei nach Syrien bringen, sagte der syrische Außenminister Walid Muallem am Donnerstag.

„Nusra Front und [Daesh / IS] und andere Organisationen fahren fort, chemische Waffen in städtischen und in Wohngebieten aufzubewahren. Wir haben mehr als hundert Telegramme an den Sicherheitsrat und die Organisation für das Verbot chemischer Waffen geschickt, ihnen berichtet, oder ihnen Informationen über chemische Waffen geschickt, die nach Syrien aus Irak oder der Turkei gebracht werden,” sagte Muallem.»5 (sputniknews)

Auch andere Quellen berichten von Giftstoffen im Besitz der vom Westen unterstützten Rebellen. Ein wichtiges Argument ist ferner: Warum sollte die derzeit siegreiche syrische Armee ihre eigene Bevölkerung mit Chemiewaffen angreifen? Außerdem gab es vor Jahren eine Entwaffnung der Armee auf diesem Gebiet. Angeblich sollen alle ihre Kampfstoffe aufgrund eines Abkommens zerstört worden sein. Die Regierung würde sich selbst schädigen, wenn sie – ausgerechnet am Tag vor einer UN-Konferenz zu Syrien – einen Anlaß für ein Eingreifen liefern würde – vorausgesetzt, sie würde noch über solche Stoffe verfügen. Das ist unglaubwürdig. Ein solcher Vorfall nützt dagegen sowohl den – meist islamistischen – Rebellen, als auch Kriegstreibern des militärischen Komplexes im Westen.

Plausibler erscheint die russische und syrische Version: Wenn ein Waffenlager mit Giftstoffen getroffen wurde, dann ziehen giftige Schwaden mit dem Wind, gelangen auf die Straße.

Auch im Internet kursierende Bilder von Kindern wurden von der Schwarmintelligenz im Internet als Fälschungen eingestuft: Mit bloßen Händen wurden Verletzte behandelt, was bei echten Kampfstoffen, so schrieben einige, unmöglich sei.

Es sind schon viele Bilder aus Syrien als Fälschungen entlarvt worden: Einmal wurde dasselbe Mädchen von demselben angeblichen Retter gleichzeitig an verschiedenen Orten in verschiedener Kleidung gerettet. Die Bildmontage zeigte: Hier waren Propagandateams mit Statisten am Werk, die fiktive Bilder wie in einem Filmstudio stellten. Ähnliche Unstimmigkeiten wurden auch in diesem Falle von den gezeigten Bildern behauptet.

«„Auf dem Gebiet dieses Lagers befanden sich Werkstätten, in denen Projektive mit toxischen Stoffen hergestellt werden können,” sagte er.

„Aus diesem größeren Lager wurden chemisch bestückte Waffen von Militanten in den Irak geliefert.

„Ihre Verwendung durch Terroristen wurde bei vielen Vorfällen von internationalen Organisationen und Offiziellen der Länder bestätigt.”»6 (euronews)

Wie zuvor kann ich dies nicht so einfach und schnell überprüfen. Klar ist, daß es leichtsinnig und fadenscheinig ist, auf eine Analyse und Untersuchung der Argumente beider Seiten zu verzichten, einem Akteur die Schuld zuzuschieben und Stunden später einfach loszufeuern. Dafür gibt es keine Rechtfertigung. Nicht moralische, sondern politische Interessen stehen hinter solchem einseitigen Vorgehen.

Der Ablauf erinnert an ein typisches Muster: Saddam Hussein wurde unterstellt, Atomwaffen zu besitzen oder kurz vor ihrer Fertigstellung zu stehen. Damit wurde ein Krieg begründet, in dessen Folge es bis heute Bürgerkrieg im Irak gibt, der Terrorstaat IS entstand.

Ursprünglich wollten die Neokonservativen des militärischen Komplexes der USA gleich in einem Aufwasch auch noch den Iran angreifen, wodurch sie ein zusammenhängendes Gebiet von Afghanistan über Iran bis Irak unter ihrer Kontrolle gehabt hätten. Doch die Invasion im Irak flog ihnen schnell so bitter um die Ohren, endete in blutigem Gemetzel und Bürgerkrieg, daß sie davon Abstand nehmen mußten.

Saddam Hussein war ein Diktator, an dessen Händen viel Blut klebte. Trotzdem sorgte er für Stabilität und verhinderte schlimmeres. Wie schlecht die moralischen Argumente der Kriegstreiber waren, dürfte bekannt sein: Saddam Hussein war Verbündeter der USA, als dieser im Krieg zwischen Irak und Iran gegen den gemeinsamen ‚Gegner’ der islamischen Republik Irans kämpfte. Die Vorgeschichte ist auch interessant: Die USA und GB hatten Mossadegh 1953 durch einen Putsch gestürzt und den Schah massiv unterstützt, wodurch sie ihn in den Augen vieler Iraner diskreditierten, was in den islamischen Revolution von 1979 endete. Die USA hatten durch aggressive Einflußnahme sich selbst einen Gegner herangezüchtet.

Solange Hussein Verbündeter der USA war, der gegen den nunmehrigen gemeinsamen Gegner ‚Iran’ kämpfte (der Schah von Persien war Verbündeter der USA gewesen), durfte er alles. Er bombadierte kurdische Dörfer mit Giftgas, deren elendig verreckte Bevölkerung – Kinder, Frauen, Zivilisten – in schrecklichen Bildern die Welt aufrührte. Doch Saddam Hussein erhielt moderne Waffen und militärische Ausbilder, damit er den Iran besiegen könne.

«Exklusiv: CIA Akten beweisen, daß die USA Saddam halfen, Gaskrieg gegen Iran zu führen

Die U.S.A wußten, daß Hussein einige der schlimmsten chemischen Angriffe der Geschichte auslöste – aber sie halfen ihm.

Von Shane Harris und Matthew M. Aid, 26. August 2013 …

Die U.S. Regierung mag Militärschläge erwägen, um chemische Angriffe nahe Damaskus zu beantworten. Doch vor einer Generation wußten Americas militärischen und geheimdienstlichen Kreise davon, taten aber nichts, um eine Serie von Nervengasangriffen aufzuhalten, die bei weitem verheerender waren als alles, was Syrien erlebt hatte…

1988, in der Schlußphase des Kriegs zwischen Irak und Iran, erfuhren die Vereinigten Staaten aus Satellitenaufnahmen, daß Iran dabei war, einen großen strategischen Vorteil zu erlangen, indem sie eine Lücke in der irakischen Verteidigung ausnutzten. Aufklärer der U.S.A. meldeten die Position der iranischen Truppen an den Irak, im vollen Bewußtsein, daß Husseins Militär sie mit Chemiewaffen angreifen würde, darunter Sarin, ein tödliches Nervengift.

Die Aufklärung enthielt Bilder und Pläne über iranische Truppenbewegungen, sowie die Positionen iranischer Logistik und Einzelheiten der iranischen Luftabwehr. Die Iraker hatten Senfgas und Sarin vor vier größeren Offensiven zu Jahresbeginn1988 eingesetzt, die auf Satellitenbildern, Karten und anderer Aufklärung der USA beruhten. Diese Angriff halfen, den Krieg zugunsten Iraks zu kippen, und Iran an den Verhandlungstisch zu bringen, und sie sicherten, daß die Langzeitpolitik von Reagans Administration, einen irakischen Sieg zu sichern, erfolgreich war. Sie waren ebenso die letzten einer Serie von Chemieangriffen, die mehrere Jahre zurückreichte, von der die Reagan Administration wußte, und die sie nicht veröffentlichte. …

1988 strömte US-Aufklärung ungebremst zu Husseins Militär. In jenem März verübte Irak einen Nervengasangriff auf den kurdischen Ort Halabja im nördlichen Irak.»10 (foreignpolicy)

Erst später, als Saddam Hussein der Politik der USA in die Quere kam, der Krieg gegen Iran geendet hatte, fiel er in Ungnade. Die wirtschaftliche Lage im Irak verschlechterte sich. Dem einstigen Verbündeten wurde nicht geholfen. Das dürfte ein Grund gewesen sein, warum Hussein das an Öl und Geld reiche kleine Kuweit besetzen ließ, denn diese Geldquelle hätte seine desolaten Finanzen retten können. Es kam zum ersten Krieg von Bush senior, der Kuweit befreite.

Der zweite Krieg gegen den Irak beruhte auf einer Lüge: dem angeblichen Besitz von Atomwaffen, was von unseren Medien nachgebetet wurde und sich nach dem Krieg als krasse Lüge herausstellte.

Erst bei der Vorbereitung des 2. Irakkrieges besann sich der militärische Komplex der USA auf die Verbrechen Husseins, vor allem gegenüber Kurden begangen. Dabei war ihnen wurscht, daß diese Verbrechen gar nicht neu waren, sondern zeitlich zurücklagen und in die Periode fielen, als Saddam massive Unterstützung der USA erhielt, einschließlich amerikanischer Militärausbilder und Berater. Nach dem Krieg verloren andere Staaten und ihre Firmen, darunter europäische und deutsche, ihre Ölkontrakte mit dem Staat des gestürzten Diktators. Stattdessen profitierten US-Firmen von neuen Kontrakten. Medien berichteten von einer früheren Tätigkeit des Vizepräsidenten in einer Ölfirma, die dann fette Verträge im Irak erhielt.

Ein weiterer Ölstaat, in dem das Regime gestürzt wurde, war Libyen. Seit Gaddafis Sturz und Tod ist das Land in einen blutigen Bürgerkrieg verstrickt; Islamisten fanden Nährboden. Das Land ist nicht sicherer geworden, sondern unsicherer. Es kommen mehr Menschen um als vorher.

Gleiches gilt für Syrien. Wo der IS und al Quaida Auftrieb erhalten, werden Christen, Andersgläubige und Nichtradikale systematisch umgebracht. Die USA haben sich mehrmals eingemischt in Syrien. Manche behaupten, es ginge auch um Öl- und Gasleitungen in Syrien, andere dementieren und nennen das ein Gerücht.

«Papiere des US-Militärs bestätigen, daß der Zweck der Kontrolle über die Öl- und Gasvorkommen am Persischen Golf das Mittel des Bürgerkriegs und Aufstieg des IS heiligt.»7

Ob die Behauptung stimmt, kann ich im verfügbaren Zeitrahmen nicht überprüfen. Um Einflußsphären geht es sicherlich: daher ergibt sich eine Interessenskonfrontation mit Rußland, das mit Syrien verbündet ist.

«Why the Arabs don’t want us in Syria

They don’t hate ‘our freedoms.’ They hate that we’ve betrayed our ideals in their own countries — for oil.

By ROBERT F. KENNEDY, JR 2/23/16»8

Es gibt kaum eine Krise im Nahen Osten, bei der nicht gemunkelt würde, es ginge auch um Öl, Ölfelder oder Rohrleitungen für Öl. Das galt auch für Afghanistan. Die damals angegriffenen Taliban waren noch nicht die von heute: Selbstmordangriffe waren bei ihnen nicht üblich. Der al Quaida hatten sie zwar Gastrecht gewährt, doch waren sie unglücklich über den Mißbrauch ihres Gastrechtes, um Anschläge auf fremde Nationen zu verüben. Es gab lange Verhandlungen hinter dem Rücken, bei denen die USA die Auslieferung von Osama bin Laden verlangten. Grundsätzlich lehnten die Taliban nicht ab, verwiesen aber darauf, daß bei ihnen Gastfreundschaft unantastbar sei. Es gibt Berichte, die mehr als Gerüchte sein könnten, daß zuletzt die Taliban auf die Forderung nach Auslieferung eingegangen waren. Doch da war es zu spät. Die Entscheidung für einen Krieg in Afghanistan war bereits gefallen. Gerüchtehalber ging es neben Einflußgebieten auch um eine Ergasleitung, die zumindestens erwogen wurde.

«Die Turkmenistan-Afghanistan-Pakistan-Pipeline (Abk. TAP), englisch Trans-Afghanistan Pipeline, ist eine seit den 1990er Jahren geplante Erdgasleitung, die ursprünglich unter der Federführung der Asiatischen Entwicklungsbank entstehen sollte, allerdings – inzwischen als Turkmenistan-Afghanistan-Pakistan-Indien-Pipeline (Abk. TAPI). In Turkmenistan fand der offizielle Baubeginn der TAPI im Dezember 2015 statt.»9

Osama bin Laden war von den USA finanziert worden, solange er gegen die sowjetischen Besatzer in Afghanistan kämpfte.

Kriege wurden, wie beim 2. Krieg gegen Irak, wiederholt mit Lügen begründet.

Fußnoten

1 «Kremlin tells U.S. it’s ‘one step from war’ as Trump warns he will hit Syria AGAIN

von amticker | 13:37 | Apr 8, 2017

KREMLIN TELLS U.S. IT’S ‘ONE STEP FROM WAR’ AS TRUMP WARNS HE WILL HIT SYRIA AGAIN

“This military action is a clear indication of the US president’s extreme dependency on the views of the Washington establishment.”

Daily Mail – APRIL 8, 2017

Russian Prime Minister Dmitry Medvedev denounced Donald Trump

In the first direct American raid on Bashar al Assad’s forces, US President authorised the firing of 59 cruise missiles at military airfield

Officials said it was retaliation for Assad’s use of chemical weapons

US ambassador to UN: ‘We are prepared to do more but we hope that will not be necessary’

Vladimir Putin has now diverted warship the Admiral Grigorovich to protect the Syrian coast

Syrian aircraft took off from al-Shayrat airfield on Friday in apparent act of defiance

The Kremlin has warned the US it is ‘one step from war’ over Syria – but the Trump administration hit back by saying it would be prepared to carry out airstrikes again.» http://www.dailymail.co.uk/news/article-4392058/Kremlin-tells-one-step-war.html

5 «06.04.2017(updated 14:00 06.04.2017) Get short URL31067150

Damascus has repeatedly warned the UN Security Council and the Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) that the terrorists of Daesh and Nusra Front were bringing weapons to Syria from Iraq and Turkey, Syrian Foreign Minister Walid Muallem said Thursday.

“Nusra Front and [Daesh] and other organizations continued to store chemical weapons in urban and residential areas. And we have sent more than a hundred telegrams to the Security Council and the Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons, telling them or sending them information about chemical weapons being brought to Syria from Iraq and from Turkey,” Muallem said.» http://linkis.com/sputniknews.com/midd/ICgE3

6 «“The territory of this storage facility housed workshops to produce projectiles stuffed with toxic agents,” he said.

“From this major arsenal, chemical-laden weapons were delivered by militants to Iraq.

“Their use by terrorists was confirmed on numerous occasions by international organizations and official authorities of the country.”» http://www.euronews.com/2017/04/05/syria-suspected-poison-gas-attack-may-have-killed-100

10 «Exclusive: CIA Files Prove America Helped Saddam as He Gassed Iran

The U.S. knew Hussein was launching some of the worst chemical attacks in history — and still gave him a hand.

BY SHANE HARRIS AND MATTHEW M. AIDAUGUST 26, 2013 …

The U.S. government may be considering military action in response to chemical strikes near Damascus. But a generation ago, America’s military and intelligence communities knew about and did nothing to stop a series of nerve gas attacks far more devastating than anything Syria has seen, Foreign Policy has learned.

In 1988, during the waning days of Iraq’s war with Iran, the United States learned through satellite imagery that Iran was about to gain a major strategic advantage by exploiting a hole in Iraqi defenses. U.S. intelligence officials conveyed the location of the Iranian troops to Iraq, fully aware that Hussein’s military would attack with chemical weapons, including sarin, a lethal nerve agent.

The intelligence included imagery and maps about Iranian troop movements, as well as the locations of Iranian logistics facilities and details about Iranian air defenses. The Iraqis used mustard gas and sarin prior to four major offensives in early 1988 that relied on U.S. satellite imagery, maps, and other intelligence. These attacks helped to tilt the war in Iraq’s favor and bring Iran to the negotiating table, and they ensured that the Reagan administration’s long-standing policy of securing an Iraqi victory would succeed. But they were also the last in a series of chemical strikes stretching back several years that the Reagan administration knew about and didn’t disclose. …

By 1988, U.S. intelligence was flowing freely to Hussein’s military. That March, Iraq launched a nerve gas attack on the Kurdish village of Halabja in northern Iraq.» (http://foreignpolicy.com/2013/08/26/exclusive-cia-files-prove-america-helped-saddam-as-he-gassed-iran/)

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