Abrechnung mit dem Feminismus

Ich warne vor diesem Artikel. Mit Absicht steht er fast am Ende des Buches, denn ohne allmähliche Einführung in das Thema und genaue Begründung werden die meisten gehirngewaschenen Zeitgenossen beim Lesen einen Rappel kriegen und aussteigen. Doch so soll gute Literatur sein: Jeder Satz möge anecken und überraschen.

Fe­mi­nis­mus ist ei­ne Ide­o­lo­gie, die aus grund­sätz­li­chen Irr­tü­mern und Miß­ver­ständ­nis­sen ent­stand. Fe­mi­nis­mus hat es fer­tig­ge­bracht, die in al­len Epo­chen be­vor­zug­te Grup­pe der Frau­en als be­nach­tei­ligt fehl­zu­deu­ten, und die zu al­len Zei­ten mit zu­sätz­li­chen Bür­den und Hür­den be­la­ste­ten Män­ner, die weib­li­che Be­vor­zu­gung schul­tern und er­ar­bei­ten müs­sen, als be­vor­zugt hin­zu­stel­len, an­zu­grei­fen und aus­zu­nut­zen. Fe­mi­nis­mus hat es fer­tig­ge­bracht, das evo­lu­ti­o­när und bi­o­lo­gisch do­mi­nie­ren­de Ge­schlecht als ‚un­ter­drückt’ fehl­zu­deu­ten, das von ih­nen struk­tu­rell ab­hän­gi­ge und dis­kri­mi­nier­te Ge­schlecht, das un­ter er­heb­li­chem Druck lebt, von Frau­en bei der Fort­pflan­zung aus­ge­schlos­sen wer­den zu kön­nen, in glat­ter Um­kehr der Tat­sa­chen als ‚struk­tu­rell do­mi­nant’ auf­zu­fas­sen. Män­ner wur­den in Mas­sen in Krie­ge zum Ster­ben ge­schickt, wäh­rend sich ver­hät­schel­te Frau­en bei Kaf­fee­kränz­chen ‚un­ter­drückt’ und ‚be­nach­tei­ligt’ wähn­ten. Was ge­fähr­lich, müh­sam oder schwie­rig ist oder ho­hen Ein­satz und viel Ab­we­sen­heit er­for­dert, wird zur männ­li­chen Pflicht ge­macht; Ro­si­nen­sei­ten des Da­seins er­hal­ten Zu­schrei­bung als weib­li­che Auf­ga­be.

Fe­mi­nis­mus ist von An­be­ginn nicht nur falsch in al­len An­nah­men, son­dern die Be­haup­tung des ziem­lich ge­nau­en Ge­gen­teils der Tat­sa­chen. Das männ­li­che Ge­schlecht dient als Fil­ter für Ge­ne; da­her wer­den bei fast al­len Tier­ar­ten vie­le Män­ner mit­samt ih­ren Ge­nen von Fort­pflan­zung aus­ge­schlos­sen, nicht aber weib­li­che Art­ge­nos­sen, die solch ei­ne fol­gen­rei­che Se­lek­ti­on vor­neh­men. Män­ner sind das dis­kri­mi­nier­te Ge­schlecht der Evo­lu­ti­on und Bi­o­lo­gie seit Ent­ste­hung der Zwei­ge­schlecht­lich­keit vor 750 Mil­li­o­nen Jah­ren. Se­xu­el­le Se­lek­ti­on durch Frau­en steu­ert im we­sent­li­chen die Aus­prä­gung von Ge­schlechts­un­ter­schie­den – nicht aber ein frei er­fun­de­nes ‚Pa­tri­ar­chat’, das so ge­heim­nis­voll ist, daß selbst aka­de­mi­sche Fe­mi­ni­stin­nen es nicht be­le­gen kön­nen: es ist ei­ne mi­san­dri­sche Ver­schwö­rungs­the­o­rie.

Fe­mi­nis­mus ist hin­ein­ge­fal­len auf evo­lu­ti­o­nä­re Me­cha­nis­men, die uns Kin­der, Müt­ter und Frau­en all­ge­mein schüt­zen las­sen, weil die Evo­lu­ti­on je­ne in Nach­kom­men fort­le­ben und und ih­re Ge­ne in künf­ti­gen Ge­ne­ra­ti­o­nen sich durch­set­zen läßt, die vie­le ge­sun­de und er­folg­rei­che Kin­der hin­ter­las­sen. Da­her ist es vor­teil­haft, die noch un­selb­stän­di­gen mensch­li­chen Kin­der schüt­zen zu las­sen, und mit ih­nen Müt­ter so­wie Frau­en und Mäd­chen, die frucht­bar sind, Müt­ter wer­den oder sein könn­ten. Zu die­sem Be­hu­fe neh­men wir Frau­en als ‚schutz­be­dürf­tig’ und als ‚Op­fer’ wahr, ob­wohl Män­ner und Jun­gen von den mei­sten Ge­fah­ren und Pro­ble­men in deut­lich grö­ße­rem Ma­ße be­trof­fen sind. Mit an­de­ren Wor­ten: Un­se­re Wahr­neh­mung ist an­ge­bo­ren schief, weil das ein Über­le­bens­vor­teil für die Art war, so­lan­ge Men­schen in na­tür­li­chen Ver­hält­nis­sen oh­ne tech­ni­sche Hilfs­mit­tel leb­ten. Die Evo­lu­ti­on sorg­te für das Fort­le­ben je­ner Grup­pen, die Frau­en und Kin­der be­son­ders be­schüt­zen und be­vor­zu­gen.

Ei­ne Fra­ge der Lo­gik ist, daß ein Be­nut­zen des männ­li­chen Ge­schlechts als Fil­ter für Ge­ne be­deu­tet, et­li­che Män­ner zu dis­kri­mi­nie­ren, von Fort­pflan­zung aus­zu­schlie­ßen. Denn ver­hiel­te es sich nicht so, könn­ten die Ge­ne nicht ge­fil­tert wer­den. Tat­säch­lich wie­sen Ge­ne­ti­ker nach, daß in den letz­ten 60.000 Jah­ren – so­weit die Un­ter­su­chung reich­te – nur ein Bruch­teil der Män­ner sich fort­pflan­zen und im Gen­pool der Mensch­heit er­hal­ten konn­ten. Auf 4,5 Müt­ter kam im Schnitt nur ein Va­ter, und das welt­weit auf al­len Kon­ti­nen­ten un­ab­hän­gig von Eth­ni­ën. So kraß ist der Nach­teil männ­li­chen Le­bens, der auf Män­nern la­sten­de Ver­drän­gungs­druck, der Frau­en so gut wie un­be­kannt ist. Der­ma­ßen fol­gen­reich ist von Frau­en an Män­nern aus­ge­üb­te Dis­kri­mi­nie­rung, die grund­le­gen­de se­xu­el­le Dis­kri­mi­nie­rung seit 750 Mil­li­o­nen Jah­ren.

Dar­aus ent­ste­hen Fol­gen, die sich bis in die Funk­ti­ons­wei­se un­se­res Hirns und un­se­rer Wahr­neh­mung er­strecken. Denn die Ho­mi­ni­den sind seit Mil­li­o­nen Jah­ren in­tel­li­gent; sie sind in der La­ge, Sach­ver­hal­te zu be­grei­fen, auch die der Evo­lu­ti­on, die ih­re Ent­wick­lung treibt. Mit­hin kön­nen männ­li­che Ver­lie­rer be­mer­ken, daß sie zu Ver­lie­rern ge­macht und sehr viel schlech­ter be­han­delt wer­den als Frau­en und Kin­der, so­gar als männ­li­che Ge­win­ner, die zwar nicht die Vor­tei­le von Frau­en und Kin­dern er­hal­ten, aber auch nicht die Nach­tei­le männ­li­cher Ver­lie­rer.

Da männ­li­che Art­ge­nos­sen seit Ur­zei­ten in­tel­li­gent ge­nug sind, ihr Schick­sal und ih­re un­ge­rech­te Be­hand­lung zu be­grei­fen, hät­ten sie längst ih­re Dis­kri­mi­nie­rung durch Evo­lu­ti­on und Frau­en lahm­le­gen kön­nen, in­dem sie der Ge­sell­schaft er­klä­ren, wie un­ge­recht es zu­geht, Mit­ge­fühl ver­lan­gen, hät­ten Lie­be, Sex und da­mit Fort­pflan­zung von Frau­en er­hal­ten, wo­mit das evo­lu­ti­o­nä­re Fil­ter lahm­ge­legt wä­re und nicht mehr funk­ti­o­nie­ren wür­de.

Da­her ist es lo­gisch ein­seh­bar, daß sich nicht nur Me­cha­nis­men ent­wickeln muß­ten, die un­selb­stän­di­ge Säug­lin­ge und die sie säu­gen­den Müt­ter, Schwan­ge­re, spä­ter dann Kin­der und Müt­ter be­vor­zug­ten und mit be­son­de­rer Auf­merk­sam­keit be­dach­ten, son­dern ge­nau­so Me­cha­nis­men, die ver­hin­dern, daß männ­li­che Ver­lie­rer ih­re La­ge be­grei­fen, und die Ge­sell­schaft un­wil­lig ma­chen, ih­nen zu­zu­hö­ren, falls männ­li­che Ver­lie­rer doch auf den Dreh kom­men soll­ten.

Die­sen Zweck er­füllt ein tief­sit­zen­des, an­ge­bo­re­nes Ta­bu und ei­ne an­ge­bo­ren schie­fe Wahr­neh­mung. Auch wenn acht bis neun von zehn To­des­op­fer männ­lich sind, er­schrecken wir über die ein bis zwei weib­li­chen. Greu­el­pro­pa­gan­da, schwar­ze Kriegs­pro­pa­gan­da, Dich­tung und Kunst ar­bei­ten mit sol­cher an­ge­bo­re­nen Ein­sei­tig­keit, in­dem aus Greu­eln, die Frau­en be­tref­fen, ei­ne gro­ße, dra­ma­tische An­ge­le­gen­heit ge­macht wird, die viel­mals so gro­ße Zahl männ­li­cher Be­trof­fe­ner aber ger­ne über­se­hen wird. Das gilt in al­len Le­bens­la­gen, nicht nur bei To­ten. Es gilt für Här­ten al­ler Art. Es ist so ex­trem, daß wir oft nicht ein­mal be­wußt wis­sen, daß Män­ner stär­ker be­trof­fen sind als Frau­en, weil wir ja fast nur auf Leid von Frau­en ach­ten, das der Män­ner ent­we­der über­se­hen oder ab­tun.

Die näch­ste Stu­fe die­ses evo­lu­ti­o­nä­ren Schutz­me­cha­nis­mus ist nun, be­reits die Idee, Män­ner könn­ten lei­den, als ‚lä­cher­lich’ ab­zu­tun. So­gar ver­meint­li­che ‚Män­ner­recht­ler’ ra­sten dann rich­tig aus, schrei­en ‚Mi­mi­mi!’ und ver­spot­ten den, der das The­ma an­schnitt. So­gar Kon­ser­va­ti­ve, Mas­ku­li­sten und ähn­li­che Kräf­te las­sen sich ge­nau­so wie al­le an­de­ren von die­ser an­ge­bo­re­nen Wahr­neh­mungs­stö­rung in die Ir­re füh­ren. Denn ein Mann, der sich be­klagt, ist lä­cher­lich. Es ist ei­ne Grund­re­gel, daß Kin­der und Frau­en kla­gen dür­fen, so­fort Hil­fe er­hal­ten, so un­be­rech­tigt ih­re Kla­gen auch sein mö­gen, Män­ner da­ge­gen nie­mals, und sei­en ih­re Kla­gen noch so be­grün­det. Das ist ein eher­nes Ge­setz – ein Er­geb­nis der Evo­lu­ti­on. Denn hät­te die Evo­lu­ti­on kei­nen sol­chen Schutz­me­cha­nis­mus er­rich­tet, so wä­ren Ho­mi­ni­den seit Hun­dert­tau­sen­den, wenn nicht Mil­li­o­nen Jah­ren, schlau genug, männ­li­ches Ver­lie­rer­da­sein zu be­ën­den, die ein­sei­ti­ge Last der Evo­lu­ti­on auf dem männ­li­chen Ge­schlecht ab­zu­schaf­fen.

Evo­lu­ti­o­när ist uns da­her in meh­re­rer Hin­sicht ei­ne dra­stisch schie­fe Sicht auf Ge­schlech­ter­ver­hält­nis­se an­ge­bo­ren.

Das ging so lan­ge gut, wie Men­schen nur in­stink­tiv auf Her­aus­for­de­run­gen ih­rer Um­ge­bung re­a­gier­ten, Män­ner so stark wa­ren wie in der Ur­zeit, als die Evo­lu­ti­on den mo­der­nen Men­schen her­vor­brach­te, und Frau­en so er­picht auf männ­li­che Zu­wen­dung und Ga­ben, wie sie es in ge­fähr­li­cher frei­er Wild­bahn im ei­ge­nen In­ter­es­se und dem ih­rer Klein­kin­der von Na­tur aus wa­ren.

Doch dann be­gan­nen Men­schen, ihr Le­ben be­wußt zu ver­än­dern. In die­sem Au­gen­blick be­ginnt die an­ge­bo­ren schie­fe Sicht von ei­nem nütz­li­chen Me­cha­nis­mus der Evo­lu­ti­on zu ei­ner schäd­li­chen, höchst ge­fähr­li­chen Ver­ir­rung zu wer­den. Denn weil Men­schen sich auf­grund ih­rer fal­schen Wahr­neh­mung ein­bil­den, Frau­en sei­en be­nach­tei­ligt und un­ter­drückt, Män­ner da­ge­gen do­mi­nant, er­grei­fen sie fal­sche Maß­nah­men, die das Pro­blem ver­grö­ßern, das Un­gleich­ge­wicht ver­stär­ken, was letzt­lich im Zu­sam­men­bruch der ge­sam­ten Zi­vi­li­sa­ti­on en­det. So ist im Lau­fe der Zeit, wie der bri­ti­sche Eth­no­lo­ge Un­win in den 1930­ern Jah­ren teil­wei­se rich­tig be­schrieb, je­de Zi­vi­li­sa­ti­on an ei­ner stän­di­gen Zu­nah­me der Frau­en­be­vor­zu­gung zu­grun­de ge­gan­gen. Ent­we­der brach sie von sich aus zu­sam­men, oder sie wur­de von vi­ta­le­ren Kul­tu­ren weg­ge­fegt.

Fe­mi­nis­mus ist ei­ne ra­di­ka­le Über­stei­ge­rung an­ge­bo­re­ner Wahr­neh­mungs­stö­rung. Al­le fe­mi­ni­sti­schen Wel­len be­gan­nen mit ei­nem ‚Be­wußt­seins­schub’ – sie bil­de­ten sich ein, sich ei­ner ver­meint­li­chen weib­li­chen Be­nach­tei­li­gung ‚be­wußt’ ge­wor­den zu sein. Dies war je­doch ein Irr­tum, der auf der ab­sicht­lich schie­fen mensch­li­chen Wahr­neh­mung be­ruht, mit der die Evo­lu­ti­on das Funk­ti­o­nie­ren von Me­cha­nis­men wie Frau­en­be­vor­zu­gung und Dis­kri­mi­nie­rung männ­li­cher Ver­lie­rer vor dem Be­wußt­wer­den schützt. Auch in der Selbst­dar­stel­lung und dem sub­jek­ti­ven Er­le­ben von Fe­mi­ni­stin­nen spiel­te der Pro­zeß sol­cher ‚Be­wußt­wer­dung’ beim Aus­bruch al­ler fe­mi­ni­sti­schen Wel­len ei­ne ent­schei­den­de Rol­le. Im­mer war es ein Durch­knal­len des Ver­stan­des auf­grund schie­fer Wahr­neh­mung.

Wie schon ge­sagt pas­siert das au­to­ma­tisch, wenn Men­schen da­mit be­gin­nen, sich, ihr Le­ben oder die Ge­sell­schaft ‚be­wußt’ zu ver­än­dern. Re­gel­mä­ßig schei­tert das an der an­ge­bo­ren fal­schen Wahr­neh­mung. So er­ging es be­reits den klas­si­schen Phi­lo­so­phen seit der frü­hen Neu­zeit. Kuck­lick hat nach­ge­wie­sen, wie stark ei­ne ne­ga­ti­ve Sicht auf Männ­lich­keit, ei­ne Ide­a­li­sie­rung des Weib­li­chen und die An­nah­me weib­li­cher ‚Un­ter­drückung’ be­reits die Phi­lo­so­phen der Auf­klä­rung präg­te. So er­geht es al­len, die sich auf ih­re sub­jek­ti­ve Wahr­neh­mung ver­las­sen. Dies ist der Grund, wes­halb al­le Zi­vi­li­sa­ti­o­nen von in­nen zer­bre­chen: weil sie auf­grund schie­fer Wahr­neh­mung im­mer stär­ker Frau­en be­vor­zu­gen, bis sie zu­sam­men­bre­chen. Es ist ein Grund­zug mensch­li­cher Ge­schich­te.

Hoch­gra­dig ge­fähr­lich sind al­so Be­we­gun­gen wie fe­mi­ni­sti­sche Wel­len, die mit ei­ner ‚Be­wußt­wer­dung’ be­gin­nen. Mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit wird ei­ne sol­che ‚Be­wußt­wer­dung’ nicht die Tat­sa­chen, son­dern de­ren an­ge­bo­ren schie­fe Wahr­neh­mung als Leit­bild der Be­we­gung ver­an­kern, die da­mit von An­be­ginn kor­rum­piert und da­zu ver­ur­teilt ist, gro­ßen Scha­den an­zu­rich­ten und al­les falsch zu ma­chen, was mit bei­den Ge­schlech­tern zu tun hat.

Wir müs­sen jetzt noch ei­ne wei­te­re Ur­sa­che für fal­sche Wahr­neh­mung klä­ren. Denn wir neh­men in­stink­tiv auch an, Män­ner sei­en das do­mi­nan­te Ge­schlecht. Das ist gleich in mehr­fa­cher Hin­sicht falsch. Nicht nur ist se­xu­el­le Se­lek­ti­on im we­sent­li­chen weib­lich, son­dern auch das do­mi­nan­te männ­li­che Ver­hal­ten kein Zei­chen für Do­mi­nanz von Män­nern über Frau­en – ganz im Ge­gen­teil! Wir al­le glau­ben zu se­hen, daß Män­ner do­mi­nant sei­en. Doch ist ei­ne Er­kennt­nis der Bi­o­lo­gie, daß die männ­li­che Do­mi­nanz­hie­rar­chie strikt nur un­ter männ­li­chen Art­ge­nos­sen gilt! Es gibt aber kei­ne Do­mi­nanz von Män­nern über Frau­en, wie der Evo­lu­ti­ons­bi­o­lo­ge Steve Mo­xon ge­zeigt hat. Im Ge­gen­teil, ein Mann, der sei­ne Stär­ke ge­gen­über Frau­en ein­setzt, zer­stört sein so­zi­a­les An­se­hen, stürzt auf den Bo­den der Do­mi­nanz­hie­rar­chie. Män­ner kon­kur­rie­ren mit Män­nern; es mit Frau­en zu tun, ist ta­bu und be­schä­digt ihr Pre­sti­ge. Daß Män­ner über­haupt kon­kur­rie­ren und ei­ne Do­mi­nanz­hie­rar­chie ent­wickelt ha­ben, ist Fol­ge des Drucks, den Frau­en in se­xu­el­ler Se­lek­ti­on auf Män­ner aus­üben. Auch hier ist die wah­re Do­mi­nanz um­ge­kehrt zu der, die wir wahr­neh­men.1

Doch wes­halb neh­men wir die Do­mi­nanz falsch wahr? Auch das hat er­klär­li­che Ur­sa­chen! Denn männ­li­che Do­mi­nanz ist vom Ur­sprung her ei­ne Form der Balz. So wie der Hirsch sein Re­vier er­kämpft und ver­tei­digt, Ri­va­len mit sei­nen Ge­weih­schau­feln nie­der­ringt, um schließ­lich von frucht­ba­ren Kü­hen ge­wählt zu wer­den und sie be­gat­ten zu kön­nen, so dient auch männ­li­che Do­mi­nanz und Macht dem So­zi­al­pre­sti­ge, das es er­mög­licht, frucht­ba­re Frau­en zu ge­win­nen und zu schwän­gern. Dem säch­si­schen Kö­nig Au­gust der Star­ke wird nach­ge­sagt, hun­dert Kin­der ge­zeugt zu ha­ben. Klei­ne Hand­wer­ker da­ge­gen konn­ten viel­leicht le­bens­lang nie weit ge­nug auf­stei­gen, um als hei­rats­fä­hig zu gel­ten. Des­we­gen mü­hen sich Män­ner um Auf­stieg. Auch wenn es ih­nen nicht be­wußt ist: Dies ist der bio­lo­gi­sche An­trieb.

Männ­li­che Do­mi­nanz ist al­so nicht et­was, das Frau­en un­ter­drückt – im Ge­gen­teil! Männ­li­che Do­mi­nanz ist nur über an­de­re Män­ner, und au­ßer­dem zu dem Zweck, Frau­en zu be­ein­drucken, so­zi­a­les Pre­sti­ge zu ge­win­nen, um sich fort­pflan­zen zu kön­nen. Des­we­gen wird männ­li­che Do­mi­nanz tra­di­ti­o­nell auch be­tont und her­aus­ge­stellt. Die ge­sam­te fe­mi­ni­stische Sicht ist blü­hen­der Un­sinn, män­ner­feind­li­cher Quatsch von An­fang an. Ge­wiß gab es ei­ne männ­li­che Schau­dar­stel­lung von Do­mi­nanz – aber die­se war nur ei­ne Schau, um Frau­en zu ge­win­nen, ver­füh­ren und schwän­gern zu kön­nen. Es ist nur ei­ne The­a­ter­vor­füh­rung der Balz. Wer die­ses The­a­ter für ba­re Mün­ze nimmt, irrt ge­wal­tig und fol­gen­reich. Denn ob­wohl Män­ner wie Frau­en dar­auf be­stan­den, Män­ner als do­mi­nant auf­zu­fas­sen, war dies nicht bi­o­lo­gi­sche oder struk­tu­ra­le Re­a­li­tät, son­dern Balz, The­a­ter­don­ner. Fe­mi­ni­stin­nen ha­ben Män­nern das ver­saut, aber nie­man­den be­freit, son­dern un­ter­drückt. Denn tat­säch­lich war der Pfau, der rad­schla­gend Do­mi­nanz vor­tanzt, ab­hän­gig und dis­kri­mi­niert von weib­li­cher Wahl. Dis­kri­mi­niert wer­den Män­ner – auch auf der Büh­ne der Balz, wo Pfau­en und Hir­sche ih­re Do­mi­nanz un­ter Män­nern trom­meln. Nicht Hin­din, Hirsch­kuh oder Pfau­en­da­me wer­den von Fort­pflan­zung aus­ge­schlos­sen, au­ßer sie ge­hö­ren zu we­ni­gen Sie­gern, son­dern das be­trifft die männ­li­chen Art­ge­nos­sen. Das ist beim Men­schen ge­nau­so. Ei­ne Frau braucht nicht zu sa­gen „Bit­te schwän­gert mich”, und wenn, wür­de es je­mand tun.2 Stellt ein Mann sich hin und ver­kün­det „Ich will schwän­gern”, wird er aus­ge­lacht und ver­spot­tet oder be­schimpft.3 Es braucht uns nicht zu wun­dern, wenn im Gen­pool der Mensch­heit mehr­mals so vie­le Müt­ter wie Vä­ter nach­weis­bar sind.

Balz ist we­sent­lich für die Fort­pflan­zung. Des­halb klam­mern wir uns an al­les, was Glanz ver­leiht. Kein Mann möch­te die Vor­stel­lung sei­ner Do­mi­nanz auf­ge­ben, denn die­se ist sein Trumpf­blatt im Spiel der Balz. Des­halb ver­tei­di­gen al­le Be­tei­lig­ten, auch Män­ner, ei­ne fal­sche Dar­stel­lung der Ver­hält­nis­se, die letzt­lich dem Fe­mi­nis­mus in die Hän­de spielt.

Fe­mi­nis­mus ist die Re­vo­lu­ti­on ei­ner struk­tu­rell do­mi­nan­ten Grup­pe, der Frau­en, ge­gen ei­ne struk­tu­rell dis­kri­mi­nier­te Grup­pe, die Män­ner. Fe­mi­nis­mus ist die Re­vo­lu­ti­on der Be­vor­zug­ten ge­gen je­ne Last­esel der Ge­schich­te, die seit je­her ih­re Be­vor­zu­gung er­ar­bei­ten und schul­tern muß­ten. Fe­mi­nis­mus ist die Er­rich­tung ei­ner Skla­ven­hal­te­rin­nen­ge­sell­schaft, die noch die Frech­heit be­sitzt, die von ih­nen ab­ge­zock­ten und aus­ge­nutz­ten Fi­nanz­skla­ven als ‚Un­ter­drücker’ zu be­schimp­fen.

Da­bei ent­fes­sel­ten al­le fe­mi­ni­sti­schen Wel­len Hy­ste­rie, Mi­li­tanz, Ego­is­mus, Frau­en­be­zo­gen­heit und an­de­re Ver­irr­un­gen weib­li­cher Sen­ti­men­te. Sie zer­stör­ten über­lie­fer­te Kul­tur, die Er­geb­nis ei­ner un­be­wuß­ten Ent­wick­lung über Zehn­tau­sen­de von Jah­ren war, die Über­lie­fe­rung des Er­fah­rungs­schat­zes der Mensch­heit. Denn die Ge­samt­heit al­ler Men­schen ist sehr viel in­tel­li­gen­ter als je­der ein­zel­ne Mensch.

Neh­men wir als Bei­spiel Amei­sen. Die ein­zel­ne Amei­se ist win­zig und dumm; doch der Such­al­go­rith­mus der Amei­sen läßt sie bes­se­re We­ge fin­den als ein Mensch. Das fan­den Pro­gram­mie­rer her­aus, die die­sen Al­go­rith­mus für die Be­rech­nung von Sa­tel­li­ten­bah­nen ein­setz­ten. So wie das Stra­ßen­netz des Amei­sen­staa­tes ins­ge­samt die Über­lie­fe­rung von bei­na­he op­ti­ma­len We­gen ist, hoch über­le­gen dem Ver­mö­gen ein­zel­ner Amei­sen, so war auch über­lie­fer­te Kul­tur beim Men­schen die Über­lie­fe­rung bei­na­he op­ti­ma­ler So­zi­al- und Fa­mi­li­ën­struk­tu­ren, die im Lau­fe der Jahr­tau­sen­de aus der Er­fah­rung ge­won­nen wor­den wa­ren, so wie das Stra­ßen­netz des Amei­sen­staa­tes. Ver­mes­sen ist es, wenn Kul­tur­re­vo­luz­zer sich an­ma­ßen, klü­ger sein zu wol­len als die Er­fah­rung un­zäh­li­ger Ge­ne­ra­ti­o­nen vor ih­nen, die al­le be­schei­den in klei­nen Schrit­ten die Über­lie­fe­rung ver­fei­nert hat­ten.

Doch im Un­ter­schied zur Amei­se hat der ein­zel­ne Mensch zu­sätz­lich ein enor­mes Pro­blem: Er ist nicht nur düm­mer als der in Jahr­tau­sen­den ge­sam­mel­te Er­fah­rungs­schatz, son­dern auch vor­ein­ge­nom­men, be­la­stet durch an­ge­bo­ren schie­fe Wahr­neh­mung. Weil aus evo­lu­ti­o­nä­ren Grün­den Frau­en schon in der Wahr­neh­mung stark be­vor­zugt wer­den, und männ­li­che Ver­lie­rer stark be­nach­tei­ligt, so­dann mit Spott und Hohn zum Schwei­gen ge­bracht und ig­no­riert wer­den, könn­ten selbst in­tel­li­gen­te Men­schen kei­ne rich­ti­gen Schlüs­se aus fal­schen An­nah­men zie­hen.

Fe­mi­nis­mus ist auch des­halb wie ein Krebs­ge­schwür oder ein HIV-Be­fall der Im­mun­ab­wehr, weil die­se Ide­o­lo­gie – gleich in wel­cher Wel­le seit der er­sten im 19. Jahr­hun­dert – an­ge­bo­ren fal­sche Wahr­neh­mung be­nutzt, um ih­re Fehl­schlüs­se, Wut und Kam­pag­nen zu ver­brei­ten. Ih­re Sicht der Welt ‚weib­li­cher Op­fer’ und ‚be­vor­zug­ter Män­ner’ war zu je­der Zeit in al­len Epo­chen gro­ber Un­fug, doch lei­der ent­spricht es ge­nau den Wahr­neh­mungs­feh­lern, die als Schutz­me­cha­nis­mus der Evo­lu­ti­on beim Men­schen ver­an­kert sind.

Fe­mi­nis­mus ist so­zu­sa­gen auf un­ver­stan­de­ne Me­cha­nis­men der Evo­lu­ti­on her­ein­ge­fal­len, mit fürch­ter­li­chem Er­geb­nis. Denn dar­aus ent­stand ei­ne Ide­o­lo­gie, die ei­ne ge­wal­ti­ge Kul­tur­re­vo­lu­ti­on be­trieb, die ge­sam­te Kul­tur, den Er­fah­rungs­schatz Tau­sen­der von Ge­ne­ra­ti­o­nen, so­wie sämt­li­che Aus­gleichs­me­cha­nis­men wie Tausch und Er­gän­zung wü­tend und rest­los zer­stört und be­sei­tigt hat. Da­durch wur­den die Grund­la­gen des na­tür­li­chen Rei­fens von Ge­füh­len, An­teil­nah­me, Mit­ge­fühl und Lie­be zer­stört. Das wie­der­um be­wirk­te ein noch dra­sti­sche­res Ver­schwin­den von Emp­a­thie für männ­li­che Ver­lie­rer, als es die Evo­lu­ti­on vor­sieht. Nun wa­ren auch al­le na­tür­li­chen Ge­füh­le weg­ge­spült, durch män­ner­feind­li­che Sich­ten und Wut er­setzt. Mäd­chen konn­ten nicht mehr zu ge­sun­dem Be­zug auf, Emp­a­thie und Ge­fühl für Män­ner nach­wach­sen, nach­dem Kul­tur, Tausch und Er­gän­zung zu­sam­men­ge­bro­chen wa­ren. Seit­dem ist Stö­rung Nor­mal­zu­stand gan­zer Ge­ne­ra­ti­o­nen. Wir wis­sen nicht ein­mal mehr, was na­tür­li­che Emp­a­thie mit Män­nern ist. Sie ging ver­lo­ren.

Fe­mi­nis­mus be­saß den mis­si­o­na­ri­schen Drang, al­len ihr ei­ge­nes Leid, ih­re ei­ge­nen Irr­tü­mer und je­ne Prin­zi­pi­ën auf­zu­drän­gen, aus de­nen Leid und Irr­tü­mer ent­wach­sen. Bin­nen kur­zem wa­ren al­le be­fal­le­nen Or­ga­ni­sa­ti­o­nen um­ge­dreht; statt ih­re ei­ge­nen Auf­ga­ben zu er­fül­len, pro­du­zier­ten sie von nun an Fe­mi­nis­mus, bil­de­ten Ka­der aus, die wei­te­re Or­ga­ni­sa­ti­o­nen be­fie­len. Das ent­spricht von HIV-Vi­ren be­fal­le­nen Kör­per­zel­len, die nicht mehr ge­gen Krank­heits­er­re­ger kämp­fen, son­dern die­se selbst mas­sen­wei­se ver­viel­fäl­ti­gen.

Fe­mi­nis­mus al­ler Wel­len war und ist Heu­che­lei, hat an­de­ren vor­ge­wor­fen, was vor al­lem oder al­lein sie selbst tun. Ob Ge­walt, Miß­brauch, Ein­sei­tig­keit, Un­ter­drückung, Aus­nut­zen – bei be­lie­bi­gen Kam­pag­nen ta­ten sie selbst sy­st­ema­tisch, was sie er­fun­de­nen Geg­nern un­ter­stell­ten, meist zu un­recht.

Fe­mi­nis­mus hat in zahl­rei­chen Kam­pag­nen das Ge­gen­teil des­sen be­wirkt, was sie zu er­rei­chen vor­ga­ben. Sie ha­ben das Un­gleich­ge­wicht der Ge­schlech­ter ra­di­kal ver­grö­ßert; sie ha­ben Ir­ra­ti­o­na­li­tät und Hy­ste­rie sa­lon­fä­hig ge­macht, in Ge­sell­schaft und Po­li­tik als Me­tho­de ver­an­kert. Wäh­nen sie sich selbst als Käm­pfe­rIn­nen ge­gen ‚Vor­ur­teil’, so wa­ren al­le ih­re An­nah­men und Wahr­neh­mun­gen ver­kehrt; was sie ver­brei­te­ten, war schlim­mer als Vor­ur­teil, näm­lich sy­ste­ma­ti­scher Denk­feh­ler, Falsch­wahr­neh­mung, Lü­ge, Greu­el­pro­pa­gan­da, Irr­tum, mit dem sie Kul­tur, Zi­vi­li­sa­ti­on und am En­de die be­fal­le­nen Völ­ker selbst zer­stör­ten. Was sie als ver­meint­li­ches ‚Vor­ur­teil’ an­fein­de­ten, be­stä­tigt ihr Han­deln im Nach­hin­ein als sinn­voll.

Fe­mi­nis­mus hat Frau­en und ih­rem An­se­hen schwer ge­scha­det. Fe­mi­nis­mus hat de­struk­ti­ve Sen­ti­men­te wie Wut, Neid, Haß, Selbst­ge­rech­tig­keit und Ver­blen­dung ver­brei­tet. Fe­mi­nis­mus hat den na­tür­li­chen Rei­fungs­pro­zeß von Ge­füh­len zer­stört, und da­mit Emp­a­thie für Män­ner, am al­ler­mei­sten männ­li­che Ver­lie­rer. Fe­mi­nis­mus hat der Na­tur so fa­tal ins Hand­werk ge­pfuscht, daß nichts mehr funk­ti­o­niert, einst nütz­li­che An­la­gen und In­stink­te zu schäd­li­chen wur­den. Fe­mi­nis­mus hat bei­de Ge­schlech­ter auf Kon­flikt­kurs ge­setzt. Was sich hilf­reich er­gänz­te, kommt sich nun stö­rend in die Que­re. Aus Für­ein­an­der wur­de Ge­gen­ein­an­der, aus Er­gän­zung Kon­kur­renz und Kon­flikt. Der ver­bin­den­de Tausch ver­schwand, und mit ihm wich­ti­ge Be­zü­ge. Fe­mi­nis­mus hat al­les be­schä­digt oder gänz­lich zer­stört, was bei­de Ge­schlech­ter ver­band, so­gar Se­xu­a­li­tät und Lie­be, die ih­re bei­de Ge­schlech­ter ver­bin­den­de Kraft ein­büß­ten, zu ego­zen­tri­schen Sen­ti­men­ten und For­de­run­gen wur­den. Fe­mi­nis­mus hat al­le na­tür­li­chen Aus­gleichs­me­cha­nis­men be­schä­digt, aus­ge­lö­scht und durch ide­o­lo­gi­sche Prin­zi­pi­ën er­setzt, die für Ein­sei­tig­keit, Un­gleich­ge­wicht und Kon­flik­te sor­gen.

Fe­mi­nis­mus hat Ich­be­zo­gen­heit, Frau­en­fi­xiert­heit und ei­nen Op­fer­kult der Tä­te­rin­nen ge­schaf­fen. Fe­mi­nis­mus hat die weib­li­che Lie­bes­fä­hig­keit bei vie­len Frau­en zer­stört. Fe­mi­nis­mus hat ei­ne gro­ße Zahl Men­schen dem Sinn des Le­bens ent­frem­det und ins Un­glück ge­stürzt. Fe­mi­nis­mus hat die Fä­hig­keit zu Mit­ge­fühl, An­teil­nah­me und Emp­a­thie für die ei­ge­nen männ­li­chen Ver­lie­rer voll­stän­dig zer­stört. Nur auf­grund ih­rer ei­ge­nen mas­sen­psy­cho­lo­gi­schen Schä­di­gung konn­ten sie fe­mi­ni­sti­scher Agen­da fol­gen.

Fe­mi­nis­mus ist da­her nicht nur ei­ne Per­ver­si­on, die Mit­ge­fühl zer­stört, durch An­fein­dung, Kon­flikt, Kon­kur­renz und Haß er­setzt, wäh­rend sie von ‚weib­li­cher Emp­find­sam­keit’ schwa­feln und sich selbst auch noch ‚ge­fühl­voll’ vor­kom­men bei ih­rem grau­sa­men Tun – ei­ne hoch­gra­di­ge Per­ver­si­on, bei der sie sich selbst be­weih­räu­chern in ver­meint­li­cher Gut­heit, wäh­rend sie hem­mungs­los und sa­di­stisch zy­ni­sche Ge­mein­hei­ten be­ge­hen –, son­dern sie ha­ben evo­lu­ti­o­nä­re Me­cha­nis­men so miß­braucht, daß sie de­struk­tiv wur­den.

Da­zu ge­hört, aus Neid auf je­nen Glanz, der nur männ­li­che Balz um Frau­en ist, das männ­li­che An­se­hen ge­senkt zu ha­ben. Fe­mi­ni­stin­nen sind wie Pfau­hen­nen, die dem Pfau sein bun­tes Rad nei­den, un­be­dingt selbst ein sol­ches Fe­der­kleid be­sit­zen wol­len, oh­ne zu be­den­ken, daß der männ­li­che Pfau die­ses nur des­halb müh­sam mit viel Nah­rungs­be­darf aus­bil­det, weil Pfau­da­men das von ih­nen ver­lan­gen, um er­folg­reich zu sein in der Balz. Es ist wie der Neid ei­ner Hirsch­kuh auf den Hirsch mit sei­nem Viel­en­der­ge­weih, der die­ses doch nur des­halb je­des Jahr aus­bil­det, um sich mit Hirsch­kü­hen paa­ren und fort­pflan­zen zu kön­nen.

Sie fein­de­ten Män­ner an, nah­men ih­nen ihr so­zi­a­les An­se­hen, wo­durch Män­ner nicht län­ger hat­ten, was sie bei Frau­en at­trak­tiv macht. Ihr Auf­wand in der Balz steigt da­her; bei der Ar­beit kön­nen sie das nö­ti­ge An­se­hen kaum noch ge­win­nen. Al­so flüch­ten sie in Mo­den ab­seits der Ar­beit, ver­schwen­den ih­re Le­bens­zeit mit sinn­lo­sen Her­aus­for­de­run­gen, Hob­bies und Mo­den, wo­hin sich männ­li­che Do­mi­nanz­hie­rar­chi­ën zu­rück­zie­hen muß­ten, die in der Be­rufs­welt ver­bo­ten wur­den. Statt wie frü­her mit ih­rem Ein­satz für Balz und Pre­sti­ge nütz­li­ches für die Mensch­heit zu schaf­fen, ver­geu­den sie nun ihr schöp­fe­ri­sches Po­ten­ti­al. Die Lei­stungs­fä­hig­keit der ge­sam­ten Ge­sell­schaft bricht zu­sam­men. Das einst stol­ze Eu­ro­pa, be­wun­dert in al­ler Welt, ist zur Lach­num­mer ge­wor­den und wird von ei­nem Kon­ti­nent nach dem an­de­ren über­run­det und ab­ge­hängt, weil an­de­re un­se­re Tor­hei­ten nicht im glei­chen Aus­ma­ße mi­tma­chen und da­her bes­ser ge­wor­den sind als ei­ne sich selbst ver­stüm­meln­de Zi­vi­li­sa­ti­on.

Über­dies schlägt nun ei­ne evo­lu­ti­o­nä­re Fal­le zu: Nach­dem Fe­mi­ni­stin­nen Män­nern ih­re Auf­ga­ben und ihr Pre­sti­ge weg­nah­men, sind Män­ner nicht län­ger hoch­ran­gig ge­nug, wes­we­gen ih­nen an­ge­bo­ren auch Emp­a­thie ent­zo­gen wird. Denn nun­mehr sind fast al­le Män­ner auf ein nied­ri­ge­res Ni­veau ge­senkt wor­den, bei dem sie aus Sicht der Evo­lu­ti­on im Fil­ter für schlech­te Ge­ne hän­gen­blei­ben soll­ten, was et­wa 80 Pro­zent der Män­ner be­trifft. Da­her ern­ten sie Spott und Hohn, wird je­der Pro­test von ih­nen als ‚Mi­mi­mi’ ab­ge­tan. Kul­tur war aus der Er­fah­rung von Jahr­tau­sen­den ent­stan­den und ver­mied sol­che Fal­len. Ehr­süch­ti­ge Fe­mi­ni­stin­nen woll­ten in ih­rem blin­den Neid al­les bes­ser wis­sen und be­grif­fen gar nicht, was sie da­mit an­rich­ten. Da sie oben­drein ei­nen Emp­a­thie­scha­den ge­gen­über ein­hei­mi­schen Män­nern hat­ten, wa­ren sie blind für die Fol­gen ih­res Tuns. Statt­des­sen er­hal­ten oh­ne­hin be­vor­zug­te Frau­en und frem­de, un­be­rech­tig­te Min­der­hei­ten wie il­le­gal ein­drin­gen­de Ab­zocker ei­ne künst­li­che und schäd­li­che So­li­da­ri­tät. Ech­te An­teil­nah­me fehlt aber ge­ra­de dort, wo sie drin­gend nö­tig wä­re.

Fe­mi­nis­mus hat auf vie­len Ge­bie­ten größt­mög­li­chen Scha­den an­ge­rich­tet und war von An­fang an un­be­rech­tigt, weil es ei­ne mensch­li­che Uni­ver­sa­lië ist, Frau­en zu be­vor­zu­gen. Wer für mehr Ge­rech­tig­keit und Gleich­heit ein­tritt, muß die Frau­en­be­vor­zu­gung ver­rin­gern oder ab­schaf­fen, eben­so die Dis­kri­mi­nie­rung von Män­nern durch se­xu­el­le Se­lek­ti­on und spe­zi­fisch männ­li­che Bür­den bei Ar­beit und im so­zi­a­len Le­ben. Fe­mi­nis­mus ging von An­fang an in fal­sche Rich­tung, weil An­nah­men und Wahr­neh­mung ver­kehrt her­um wa­ren.

Inzwischen ist das neue Buch fertig. Ein Hammer.

Fußnote

1 Eine Nebenfolge ist, daß oft Wettbewerb und Leistung sinken, sobald Frauen und Männer sich mischen, weil es für Männer tabu ist, mit Frauen zu konkurrieren, und sie Rücksicht nehmen müssen.

2 Wir sehen hierbei ab von Zahlungspflichten, mit denen der moderne Staat die Verhältnisse stark verzerrt.

3 Wenn überhaupt, würde sich eine Frau melden, die ihn finanziëll ausnehmen will, aber auch das spiegelt nicht die natürlichen Verhältnisse, sondern staatliche Zwänge wieder, die einseitig auf Männern lasten.

 

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