Kleines Lexikon zeitgenössischer Vorurteile

In der Tradition Flauberts führe ich heute ein winziges Lexikon zeitgenössischer Vorurteile, aus denen Fehlschlüsse, Torheiten, sprich: Dummheit entstehen.

Ein beliebtes Spiel ist es, Männern Aggressivität vorzuhalten, unter Vernachlässigung der Tatsache, daß Männer weitaus überwiegend Opfer sind und Frauen häufiger mit Gewalt gegen Männer beginnen als umgekehrt. Männer sind nur meist stärker, auch wenn Frauen – die sich auf angeborene männliche Hemmungen und Frauenbevorzugung verlassen – mit Streit oder Gewalt anfingen.

Wie in meinem ersten veröffentlichten Buch (und früheren unveröffentlichten Büchern) bereits aus Tatsachen der Biologie bewiesen, sind männliche Hierarchie, Rangordnungskämpfe und Aggressivität aus dem Druck weiblicher Zuchtwahl (der „sexuellen Selektion” Darwins) entstanden. Diese grundsätzliche, allgemeine Tatsache wurde inzwischen auch experimentell beobachtet.

«Mittwoch, 23. November 2016
Männliche Aggression, weibliche Zuchtwahl.
Affenweibchen stacheln die Rauflust der Männchen an
Weibliche Grünmeerkatzen widmen aggressiven Männchen besonders viel Aufmerksamkeit. Die Kampfscheuen ignorieren sie dagegen. Der Vorteil scheint dabei auf ihrer Seite zu stehen.
(afp) Die Männchen der Südlichen Grünmeerkatzen bekommen von den Weibchen Zuckerbrot und Peitsche zu spüren: Sie widmen den Kampflustigen erhöhte Aufmerksamkeit bei der Fellpflege und weisen die Kampfscheuen aggressiv ab. …
Für die Männchen gebe es also einen Anreiz zum Kämpfen, der nach Vermutung der Forscher letztlich sexuell bedingt ist. Die gestiegene Aufmerksamkeit seitens der Weibchen lasse einen kampfbereiten Affen als besonders wertvollen Partner erscheinen, was letztlich dessen Paarungserfolg erhöhen dürfte. Demonstrativ von den Weibchen verschmäht zu werden, lasse hingegen den Status in der Gruppe sinken.»1 (mannhaft-ebmeier)

Wer wie Feministinnen männliche Aggressivität ändern will, darf also nicht Männer beschuldigen und umerziehen, sondern muß die Frauen und ihr Paarungsverhalten ändern! Denn wer wie Feministinnen ganze Generationen umerzieht, indoktriniert und gendert, macht Männer kaputt und lebensuntüchtig. Die Folge: gelangweilte Frauen lassen den aggressivsten Mob ins Land, den sie weltweit finden können! Das Problem lag bei den Frauen, ihrer instinktiven Partnerwahl. Feministinnen haben – wie immer – alles genau verkehrt herum gedeutet.

Es sind Frauen, die kontrollieren, wer Vater wird und sich fortpflanzt. Diese despotische Dominanz ist von der Biologie vorgegeben und bedarf eines kultivierenden Ausgleichs, sonst gibt es kein Gleichgewicht in Leben und Gesellschaft.

Die folgende Studie aus dem Tierreich (Fische) bestätigt experimentell, was allgemeingültig auch für Menschen gelten dürfte:

«Die weibliche… Hirngröße nahm zu nach einer Selektion eines größeren Zeugungsgliedes [gonopodium]… Wir deuten das Resultat als Unterstützung der Hypothese, daß, jedenfalls für Weibchen, Wahrnehmung eine entscheidende Rolle spielt beim Konflikt um Paarungsentscheidungen [5,6]. Der Erwerb besserer kognitiver Fähigkeiten, durch ein vergrößertes Gehirn, mag Weibchen befähigen, ihre Kontrolle über die Vaterschaft ihres Nachwuchses zu vergrößern … Ein größeres Hirn mag Weibchen befähigen, ihre Umgebung besser vorherzusehen, Männchen früher zu entdecken und / oder schneller zu reagieren, um erfolgreicher bestimmte Männchen zu vermeiden. Weibchen mit besseren kognitiven Fähigkeiten mögen sogar Partnerwahl ausüben, indem sie den Paarungsversuchen bestimmter Männchen entgehen.»2 (royalsocietypublishing)

Feministische Ideologie hat auch das genau verkehrt herum gedeutet. Weibliche Dominanz muß gebremst werden, verhindert Gleichheit der Geschlechter. Feministinnen vergrößerten weibliche Dominanz, zerbrachen die notwendigen männlichen Gegengewichte, haben damit unermeßlich riesige Schäden verursacht. Das genaue Gegenteil war nötig.

Dies ist eine Tatsache des Lebens und der Wissenschaft des Lebens, der Biologie. Viele nennen mich „Spinner”, tun meine Argumente und Beweise ungelesen und unverstanden ab, weil „es nicht wahr sein könne, was so der Intuition widerspreche”. Genau das ist ihr Problem: Sie gehen von einer evolutionär angeboren schiefen Wahrnehmung aus. Eine der wichtige Erkenntnisse moderner Evolutionsbiologie ist die falscher Wahrnehmung von Geschlechterverhältnissen. Wie in meinen Büchern erklärt, erhalten Frauen angeboren Bevorzugung, weil sie in natürlichen Verhältnissen schwanger und Mütter werden oder sind, oder Großmütter sind, also die Kinder gebären und betreuen, die genetisch unsere Zukunft und unser Fortleben sind. Daher überleben jene, die ihre Zukunft am besten gewährleisten und schützen. Das führt aber zu einer krassen Voreingenommenheit von Menschen für Frauen und gegen Männer, die jede Gesellschaft zerreißt, wenn sie nicht ausgebremst wird.

Die Behauptung von Feministen, frühere Gesellschaften seien „frauenfeindlich” gewesen, ist also nicht nur falsch, sondern das Gegenteil der Wahrheit. Es sind unbedingt männliche Gegengewichte nötig, damit es ein Gleichgewicht geben kann! Es ist unbedingt nötig, das Ansehen der Männer zu stärken. Ohne solche Gegenkräfte, die den angeborenen Höhenflug der Frauen ausbremsen, geht jede Gesellschaft und Zivilisation zugrunde. Bislang ist – aus diesem Grunde – jede Zivilisation untergegangen, weil die biologische Bevorzugung von Frauen oberhand gewann.

Das ist noch nicht alles! Das männliche Geschlecht dient als Filter für ‚gute’ und ‚schlechte’ Gene! Das bedeutet: Unter natürlichen Bedingungen kann sich jede fruchtbare Frau fortpflanzen, ganz gleich, ob sie für ‚gut’ oder ‚schlecht’ erachtete Gene hat! Doch bei Männern gilt das Gegenteil: Die mit den unerwünschten Genen werden grausam ausgeschlossen von Frauen und Fortpflanzung, auch von Frauen, die selbst die gleichen unerwünschten Gene haben. Nur wenige Männer sind Profiteure weiblicher Wahl. Damit nun keiner der vielen, sehr vielen, männlichen Verlierer sich über sein trauriges Los beklagen kann, gibt es ein angeborenes Tabu, das jedem Mann zu klagen verbietet. Deswegen gilt jeder Mann, der berechtigten Protest anmeldet, als „Memme”, wird mit „mimimi” lächerlich gemacht, verspottet. Darum werden meine Bücher verhöhnt, ungelesen verrissen, wie ich selbst mit Häme, Verachtung und Ignorieren gestraft: Weil ich an einem angeborenen, vom Feminismus nochmals radikal verstärkten Tabu rühre.

Frauen dürfen klagen. Feministinnen klagen grundlos (ja, widersinnig, denn Frauen sind ungerecht bevorzugt!) seit Jahrhunderten. Weibliche Klagen sind, aus angeborenem Hilfreflex, rasch und fast automatisch wirksam und erfolgreich, obwohl sie oft – bei feministischen Klagen immer! – unberechtigt waren oder sind. Männliche Klagen werden immer ignoriert. Denn sonst könnte sich ein „Verlierer” (im Sinne der Evolution), der zum Aussterben bestimmt ist, Zugang zu Sex und Fortpflanzung erbetteln. Damit das nicht geht, wird es höchst wirksam als unwürdig blockiert.

Diese angeborenen Vorurteile wirken bei „intelligenten” oder „erfahrenen” Denkern am stärksten, was erklärt, warum gerade Humanisten und Philosophen der Aufklärung, die antraten, die Welt durch „vernünftiges” Denken und Planen zu verbessern, besonders anfällig für solches Vorurteil sind, woran beide Philosophien und die ganze westliche Zivilisation letztlich gescheitert ist:

«Insbesondere besagt unsere Analyse in Bezug auf Netzwerktopologie und Hirnregionen, bei denen ein Bezug hergestellt wurde mit Bewertung der Bedeutung von Informationen (AI und dACC) und dem Herausfiltern von Information, die von weiterer Bearbeitung ausgeschlossen werden (TPJ), daß diese eine entscheidende Rolle dabei spielen, individuelle Intelligenzunterschiede zu erklären. Wir spekulieren, daß die beobachteten Unterschiede der Netzwerkintegration dieser drei Regionen intelligente Menschen befähigen könnte, schneller auffällige neue Stimulanten zu entdecken, auszuwerten, und zu beurteilen, die weiter verarbeitet werden sollen, und den weiteren Verlauf des Erkenntnisprozesses vor der Beeinflussung durch irrelevante Information zu schützen, was letztlich zu höheren kognitiven Leistung und größeren Intelligenz beiträgt.»3 (sciencedirect)

Der „Dogmatiker” – ein erfahrener Denker – filtert sicher wichtige Informationen aus einem Datenmeer und schließt schneller als andere, was wir von Kindheit an lernen. Das Problem dabei ist, daß ungewohnte – oder angeborener Schiefsicht widersprechende – Informationen dabei ausgeblendet werden. Dadurch entsteht Dogmatik, die entscheidendes Wissen übersehen kann, weil es nicht der gewohnten, intuitiven oder angeborenen Wahrnehmung entspricht. Dann ist jemand im Vorteil, der diese Informationen nicht ausgeblendet hat, der vermeintliche „Dummkopf”, oder jemand, der zufällig genau diese unterdrückten, aber wichtigen Informationen in seine Auswahl einbezog. Dies könnte ein Aktivist sein, der in seinem Leben früh lernte, genau die (z.B. von angeborener Misandrie) unterdrückten Tatsachen wahrzunehmen, oder ein Mensch, der die Filter zurücksetzte.

Nicht meine Bücher sind falsch oder schlecht, weil sie populären Denkgewohnheiten, populärem Vorurteil, teils angeborener, teils ideologischer schiefer und falscher Wahrnehmung widersprechen. Nein, das ist gerade die Qualität meiner Bücher und Argumente! Falsch ist die Reaktion von Nichtlesern, die ihr Vorurteil schützen, indem sie ihnen unangenehme und als „unplausibel” erscheinende Tatsachen ignorieren, ausblenden, den Boten der Fakten als vermeintlichen „Spinner” verhöhnen. Wer neue Argumente und Bücher nicht liest und versteht, wird am Ende derjenige sein, der als Spinner dastehen wird.

Wer Bücher liest, ist klar im Vorteil.

Fußnoten

2 «female … brain size was greater following selection for longer gonopodium… We interpret our result as support for the hypothesis that, at least for females, cognition plays a crucial role in the conflict over mating decisions [5,6]. The acquisition of better cognitive abilities, via increased brain sizes, may enable females to exert greater control over the paternity of their offspring … A larger brain might allow females to better predict their environment, detect males earlier and/or have faster reactions to more successfully evade males. Females with better cognitive skills may even exert mate choice by escaping the mating attempts of certain males.» (http://rspb.royalsocietypublishing.org/content/283/1843/20161796)

3 «Specifically, our analysis imply that with respect to network topology, brain regions that were previously related to salience processing (AI and dACC) and the filtering of irrelevant information from further processing (TPJ), play a crucial role in explaining individual differences in intelligence. We speculate that the observed differences in network integration of these three regions may enable intelligent people to more quickly detect, evalutate, and mark salient new stimuli for further processing and to protect ongoing cognitive processing from interverence of irrelevant information, ultimately contributing to higher cognitive performance and high intelligence.» (http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0160289616301180)

Advertisements