A.S. (Ante Scriptum): Ich habe eine Weile überlegt, ob ich mich mit Ideen, die völlig quer zum Zeitgeist stehen, wieder einmal voll in die Nesseln setzen soll. Gehört aber nicht genau solches Querdenken zu jeder fruchtbaren Debatte? Ist es nicht unerläßliche Voraussetzung für Fortschritt? Auch auf die Gefahr hin, mich einmal zu verhauen, hier meine Betrachtung eines übersehenen Problems:

Das Problem der Akzeleration

Zu den Problemen, die seit kulturrevolutionärer Hirnwäsche ab 1968 nicht mehr begriffen werden, gehört die Akzeleration. Sie ist ein Schlüssel zum Verständnis einiger gegenwärtiger Erscheinungen.

Einer der unzähligen Widersinnigkeiten grün-feministischer Politik war es, gleichzeitig Sexualität mit immer jüngeren Jugendlichen gesetzlich zu erlauben, das Ehealter aber hinaufzusetzen. Die Grünen waren damit angetreten, Sexualität „angst- und straffrei” zu machen, das Mindestalter auf 14 Jahre zu senken. Gleichzeitig wurde das Mindestalter für Ehen nach oben gesetzt, so daß es legal und problemlos wurde, mit einem relativ jungen Mädchen (oder Jungen) zu schlafen, doch zum Verbrechen, dieses zu heiraten. Plötzlich erschien Ehe schlimmer als Sex, was die allgemeine Tendenz ausdrückte, Ehe als ein „rückschrittliches”, „finsteres” und „unterdrückerisches” „Relikt aus dem Patriarchat” hinzustellen, wilden Sex dagegen zu feiern, solange dieser jener Ideologie in die Hände arbeitet und genehm ist. Im Extremfall führte das zu Pädophilie bei Grünen, die besonders in den 1970ern und 1980ern zum Parteiprogramm gehörte, und bei Feministinnen, die z.B. in den berühmt-berüchtigten „Vagina-Monologen” eine lesbische Verführung Minderjähriger in Tateinheit mit Besoffenmachen als „befreierische Heldentat” feierten, gleichzeitig aber Männer, Männlichkeit und Ehe als „finstere Unterdrücker” pauschal verteufelten. So öffnete sich eine zeitliche Schere zwischen Sex und Ehe.

Doch was steckt biologisch dahinter?

„Pauker alten Schlags”, die noch aus Zeiten vor der BRD stammten, oft sogar noch aus Weimarer Zeit, verheimlichten nicht, was heute gern übersehen wird: die Akzeleration, den immer früheren und vorzeitigen Eintritt der Geschlechtsreife. In klassischer Zeit trat die Pubertät erst in einem Alter ungefähr 16 Jahren ein.

«Systematische Daten gibt es erst für Ende des 18. Jahrhunderts, wobei damals die Periode mit durchschnittlich 16,58 Jahren einsetzte. [412] Die Geschlechtsreife lag in Norwegen in dieser Zeit bei durchschnittlich 16 Jahren. [413] … Demgegenüber heirateten die Männer häufig erst sehr spät [415] – oder gar nicht. Von 187 Lübecker Bergenfahrern beispielsweise hatten nur 82 eine Ehefrau, d.h. weniger als die Hälfte (s.u.).» (Dagmaer M. H. Hemmie, Ungeordnete Unzucht)

Männer hatten das Problem, erfolgreich genug zu sein, um eine Frau abzubekommen. Dies drückt sich darin aus, daß auf mehrere Mütter nur ein Vater sich fortpflanzen konnte und in unserem Genpool fortlebt.

In einer Quelle über barocke Musik wurde gar behauptet, Jungen seien in noch älterer Zeit erst mit 18 Jahren in den Stimmbruch gekommen, was ihnen ermöglicht habe, die äußerst komplizierten Gesangsstimmen und Singtechniken damaliger anspruchsvoller Musik für Jungenstimmen zu erlernen; heute hätten Jungen vor dem Stimmbruch kaum die Zeit, solche Reife zu erlernen. Ich habe keinen biologischen Beweis für die Behauptung der musikalischen Quelle, doch die Tendenz wird klar belegt.

«die Kinder waren damals wesentlich älter; sie haben noch im Alter von sechzehn / siebzehn Jahren Sopran und Alt gesungen (also die jetzigen Frauenstimmen), und heute kommt der Stimmbruch im Alter von zwölf / dreizehn Jahren. Das heißt, die Zeit ist sehr kurz, in der ich die Kinder überhaupt habe, um mit ihnen Musik zu machen. … In dieser kurzen Zeit soll ich ihnen die Fertigkeit für eine achtstimmige Bach-Motette oder eine achtstimmige Praetorius-Messe beibringen… die können das gar nicht können … die Lunge ist kleiner, die Stimmbänder usw. Das Musikinstrument Knabenchor ist also nicht mehr das gleiche wie es früher war.» (Michael Praetorius Collegium E.V. Wolfenbüttel, Podiumsgespräch am 7. Mai 2011)

An dem Argument „ist etwas dran”, auch wenn die genannte Zahl ‚18’ sich als falsch herausstellen sollte. Wenn wir den Urzustand unserer Kultur ohne Akzeleration erkennen wollen, sollten wir bis zur Zeit der Germanen schauen, sofern wir belastbare Quellen finden. Das römische Recht, das im Mittelalter verwendet wurde, ist dabei wenig hilfreich, weil es aus dem mittelmeerischen Raum von einer anderen Bevölkerung stammt. Aus dem germanischen Raum stammende Regelungen könnten einen Urzustand zwischen 16 und 18 Jahren ohne romanische Einflüsse vermuten lassen.

«Das Jütische Recht sieht eine Heirat des Mädchens ab dem 18. Lebensjahr als den Normalfall an.[JyL §8; Thors Artikler §89 (DgL IV Tillaeg S. 103); vgl. Rus (1998a) S. 17.]» (Dagmaer M. H. Hemmie, Ungeordnete Unzucht)

Als nächstes müssen wir wissen, daß in klassischer Zeit die Heiratsreife in Mittel- und Nordeuropa mit 16 Jahren eintrat, was genau zum Einsetzen der Pubertät mit etwa 16 Jahren paßte.

«Mit Eintritt der monatlichen Regelblutung war ein Mädchen prinzipiell heiratsfähig. [Vgl. Holtan (1996) S. 46]» (Dagmaer M. H. Hemmie, Ungeordnete Unzucht)

Beides, Geschlechtsreife, das Erwachen sexueller Instinkte und Bedürfnisse, sowie das heiratsfähige Alter, paßten genau zusammen. Somit gab es keine Fehlreize: Kein „seelisch unreifes” Kind konnte durch sekundäre Geschlechtsmerkmale Begierden normal veranlagter Menschen auf sich ziehen, Verlockungen empfinden oder ausstrahlen. Die Unterscheidung zwischen Kind und Erwachsenen bedurfte keiner komplizierten Reflektion oder Gesetze, denn sie war biologisch und körperlich klar gegeben.

Bürgerliche und Rechtspopulisten sprangen auf den Zug des Feminismus – und der Grünen, Neuen Linken – wie schon mehrfach auf, kochten ihr eigenes Süppchen mit den Zutaten, bis hin zu einigen Frauen in der AfD, die mit der Forderung nach weiterer Erhöhung des Heiratsalters auf mindestens 18 Jahre ihren rechtsfeministischen Hintergrund zeigen, die staatliche Machtergreifung im Privatleben radikalisieren; denn das ist nicht länger Schutz von Kindern, sondern staatlicher Zwang in der Lebensgestaltung. In einer ausgeglichenen Gesellschaft wären Pubertät und Heiratsalter wie in traditioneller europäischer Kultur identisch; unsere Anstrengung muß dahin gehen, verfrühte Pubertät zu verhindern, sie wieder an das klassische Heiratsalter anzunähern, nicht die unheilvolle Schere immer weiter zu öffnen, Sexualität und Ehe weiter zu entkoppeln, was letztlich auch eine Form der Auflösung von Ehe als bedeutungsvoller Institution wäre.

Wenn sich solche Richtungen durchsetzen, würde die AfD als Regierungspartei lediglich linken Feminismus durch rechten Feminismus ersetzen, statt Ideologie und Fehlentwicklung aufzuhalten. Außerdem ist ein Zusammenhang zwischen steigendem durchschnittlichem Alter bei Heirat, weit unter Selbsterhaltung gesunkenen Geburtenraten, demographischem Zusammenbruch und Massenimmigration, die uns Probleme bereitet und die AfD beflügelt, offensichtlich. Wir zeugen oft in einem unnatürlich hohen Alter das erste Kind und viel zu wenige.

Wenn wir mittel- und nordeuropäische Wertvorstellungen pflegen, dürfen wir nicht so naiv sein, ihren Bezug auf möglicherweise nicht nur kulturelle, sondern wahrscheinlich sogar angeborene Umstände zu übersehen, so „politisch inkorrekt” und „verrufen” das derzeit erscheinen mag.

Wir sind geprägt von einem verinnerlichten Selbsthaß sowohl von Männern als auch von Europäern. Nicht nur feministischer Männerhaß ist vielfach in allen Wellen nachgewiesen, sondern auch zunehmender „Weißenhaß”, ein Rassismus, der vom Aussterbenlassen schwadroniert.

«Lena Dunham sagt, das Aussterben weißer Männer würde zu besseren Männern führen
Darnyell Wint, 3. November 2016
Lena Dunham veröffentlichte auf Twitter ein bizarres Video mit ihrem Vater, Carroll Dunham, das die Ausrottung weißer Männer vertritt.
In ihrem Video fragt sie ihren Vater, „Was denkst du über das Aussterben weißer Männer?”
Ihr Vater antwortete, „Nun, weiße Männer sind ein Problem. Heterosexuelle weiße Männer sind ein großes Problem, das ist sicher.” …
Beide drücken Freude aus über die seltsame Idee der Auslöschung weißer Männer.
Seit einiger Zeit ist es zu einer Regel geworden, Lena nicht zu beachten. Jedoch ist es recht seltsam, wie Liberale ihren krassen Rassismus und Sexismus durchgehen lassen. …
Weswegen wird sie nicht deshalb zur Rede gestellt, oder für ihre anderen Beiträge gegen weiße Männer auf Twitter? Der Doppelstandard in den Medien ist eklatant, vernacblässigt absichtlich Bigotrie gegenüber weißen Männern.»4 (thelibertarianrepublic)

Solcher realer Auslöschungsrassismus wirkt als Selbsthaß in uns und blockiert den Verstand, der sich nicht traut, über Tatsachen nachzudenken, die niemals „rassistisch” sind, sondern eben Tatsachen, sofern sie nachgewiesen werden.

Für den mediterranen und manchen tropischen Menschentypus – den wir hier vereinfachend und ‚unzulässig verallgemeinernd’ südländisch nennen wollen – galt offenbar meist etwas anderes als für den europäisch-nördlichen: Dort trat die Pubertät offenbar auch in alten Zeiten oft bereits mit etwa zwölf Jahren ein. Dergleichen hörten wir schon über Süditalien, aber auch von Nomaden, die mit zwölf Jahren für alt genug angesehen wurden, eine eigene Herde zu haben und versorgen, zu heiraten und im Rat der Männer zu sprechen. Das Leben der Nomaden war einfacher als das von Physikprofessoren; sie hatten mit zwölf Jahren genug gelernt, um eine Familie ernähren zu können, waren geschlechtsreif und wurden aufgrund ihrer erwachsenen Fähigkeiten im Rat der Männer zugelassen.

«Bereits in der frühen Republik (seit 510 v. Chr.) mußten bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, damit eine Verbindung als rechtsgültige Ehe betrachtet wurde, aus der legitime Kinder hervorgehen konnten. Dazu gehörten das conubium (die rechtliche Befähigung zur Ehe), das jeweilige Mindestalter der Ehepartner (bei Mädchen 12, bei Knaben 14 Jahre) und der Ehekonsens (die Zustimmung von Braut und Bräutigam).» (Maria Dettenhofer, Ehe im antiken Rom, DAMALS 01 / 1998)

Auch beim ‚südländischen’ Menschentypus war offenbar in alten Zeiten Geschlechtsreife mit heiratsfähigem Alter und der Anerkennung als ernstzunehmende Erwachsene in Stammeskulturen meist identisch. (Verirrungen, die über diese einst klare Grenze hinausgehen, sind offensichtlich pathologisch; sollten religiöse Eiferer diese Grenze übertreten, entlarven sie sich nach den Maßstäben jeder Epoche.)

Unsere Natur ist in den letzten 150 Jahren schwer aus dem Gleichgewicht geraten. Wir wissen leider noch nicht, was diese Störung auslöst, doch eins ist klar: sie belastet uns. Was hat die Akzeleration außer Problemen mit fehlgeleiteter Sexualität selbst sonst noch für Folgen?

Auch hier nützt es, den Verstand einzuschalten, unsere Vorfahren ernstzunehmen, statt pauschal und hochmütig zu verurteilen, weil sie nicht gemäß heutiger „politischer Korrektheit” dachten. Die deutsche Kolonialzeit liefert erhellende Quellen. Anders als heute unterstellt, waren die deutschen Wissenschaftler meist keine „hochnäsigen Rassisten und Kolonialisten”, sondern beschrieben mit nüchternem Forscherdrang, was sie sahen – auch wenn dies heutigen selbsternannten „Gutmenschen” nicht paßt.

An mehreren Stellen und aus mehreren Erdteilen – deutsche Südsee und Deutsch-Ostafrika – fand ich Berichte darüber, wie südländische Kinder schneller lernten als europäische. Sie wurden keineswegs als ‚dumm’ hingestellt; nein, ihre Überlegenheit in der Schulausbildung der jüngeren Altersstufen als „allgemein bekannte Tatsache, die jeder Lehrer in den Kolonien kenne” bezeichnet. Die deutsche Ausbildung galt übrigens als gut und besser als die anderer Kolonialmächte. Auch die starke Unterstützung, die Lettow-Vorbeck erhielt, der sich gegen eine hundertfache Übermacht lange halten konnte, wurde u.a. mit der guten Ausbildung Einheimischer in der deutschen Kolonie erklärt. Der springende Punkt ist folgender: Ab dem frühen Eintreten der Pubertät war es mit der Lernfähigkeit bei ‚südländischen’ Stämmen in ihrer damaligen Kultur schlagartig vorbei, so die Pädagogen der Kaiserzeit. Dann überholten die europäischen Kinder rasch die südländischen und hängten sie unerreichbar ab.

Die Kinder jener Stämme der Südsee oder Afrikas kamen meist früh in die Pubertät, so daß es wichtiger für sie wurde, die sexuelle Selektion zu bestehen. Jungen taten, was sie als erfolgreiche starke Männer dastehen läßt, Mädchen, was sie als schön, begehrenswert, fürsorgliche, fruchtbare künftige Mütter ausweist. Auch ihre kulturellen Kräfte erlangten mit der Geschlechtsreife größere Bedeutung als schulisches Wissen. (Nicht ohne Grund spreche ich von einer kulturellen Ergänzung der Geschlechter in ursprünglichen Kulturen.) Beide Geschlechter klinkten sich mit der Pubertät aus, waren für europäische Bildung verloren, die ihrem wahren sinnlichen Leben wenig bringt, es eher hindert und stört. Das wahre, sexuelle, erwachsene und sinnliche Leben rief.

Ähnliches erlebten europäische Kinder erst etliche Jahre später, und dies in geringerem Maße. Denn in Europa war die natürliche Kultur bereits am schwinden und schwächeln, bestimmte das Leben nicht mehr im gleichen Maße wie im Rest der Welt.1 Der natürliche Tausch und die kulturelle Ergänzung der Geschlechter, so schön sie sind, waren im Westen schwächer ausgeprägt, verlangten weniger Zeit und Energie, die stärker in moderne Ausbildung gesteckt wurde, die das Lernen alter natürlicher Kultur verdrängte. Man kann sagen, daß geistige Höchstleistungen anfangs dadurch erreicht wurden, daß der schönen menschlichen Kultur und Natur Kräfte entzogen und in trockenes modernes Studium gesteckt wurden. Das funktionierte eine Weile, bis die Kultur so weit zerfallen war, daß Menschen orientierungslos wurden, mehr Zeit denn je benötigten, um sich im geschlechtsneutralen Chaos durchzukämpfen, objektive Wissenschaft zu Tendenzfächern absank.

Diese Begründung erklärt uns auch den Niedergang der europäischen Bildung. In alter Zeit trat Pubertät später ein bei nordischen Menschen, die daher fleißig, mit voller Kraft lernten. Bis sie geschlechtsreif wurden, vermochten sie ungestört mit vollem Einsatz zu lernen, eine größere geistige Reife zu erlangen, als bei frühzeitiger Pubertät, die Zeit und Energie in andere Bereiche lenkt.

Weil die Lernphase im ‚Süden’2 kürzer war, lernten Kinder in dieser kurzen Frist besonders eifrig, erlangten aber seltener die Tiefe und Reife, die mit langem, intensivem Lernen möglich wird. Daher kann es nicht erstaunen, daß Deutschland und der Norden in alter Zeit besonders viele Forscher, Denker und Erfinder hervorbringen konnten, solange die späte Geschlechtsreife mehr Zeit und Konzentration zum Lernen und Studieren ließ.3

Ein weiteres Moment ist Feminisierung, die Verdrängung wertfreier, objektiver Fragestellung durch subjektive Befindlichkeit und Tendenzen, das Unbehagen von Frauen, wenn Männer ihnen nicht genehme Sichten äußern, weshalb sie diese ächten oder verbieten. Auch das hat zum Zusammenbruch der einst stolzen und wertneutralen Wissenschaft geführt.

Heute stehen wir vor der Notwendigkeit, unreife, aber schon pubertierende Kinder, zu schützen. Das ist eine schwierige Aufgabe. Die salomonische Lösung wäre, den Grund für verfrühte Pubertät zu finden, das einstige Gleichgewicht der Natur wiederherzustellen. Dann hätten Eltern ein leichteres Leben. Ebenso gilt es, die verlorene Kultur wiederherzustellen.

Es ist üblich geworden, jede ungenehme Äußerung mit dem Vorwurf „Rassismus” niederzukeulen, besonders wenn auf angeborene Unterschiede verwiesen wird. Wer aber nicht naiv und blind den Ereignissen hilflos ausgeliefert sein, oder in Unwissenheit Probleme verschlimmern oder gar erst schaffen will, muß Fakten kennen. Die weite Verbreitung früher Pubertät auf verschiedenen Kontinenten spricht für eher angeborene, weniger kulturelle Ursachen. Weshalb sie sich bei den Völkern Mittel- und Nordeuropas in den letzten 200 Jahren so stark in die Kindheit hinein vorverlegt hat, ist noch ungeklärt. Doch selbst wenn die Wissenschaft einst Erklärung und Lösung findet, werden wir nach einer Mischung mit südländischen Menschen – wozu schon die Südeuropäer meist zählen – wohl niemals imstande sein, die für uns schädliche Entwicklung zurückzunehmen, weil frühe Pubertät mit zwölf Jahren bei diesen Bevölkerungsgruppen seit jeher verbreitet, daher angeboren zu sein scheint.

Menschen könnten, wenn die Ursachen der Akzeleration gefunden und behoben sind, wieder in ihr klassisches Gleichgewicht zurückkehren. Dies wären bei Menschen ‚südlicher’ Abstammung vermutlich eher zwölf Jahre, bei mittel- und nordeuropäischer Herkunft dagegen eher 16 bis 18. (Eine genauere Aufschlüsselung mag ein besseres Bild ergeben; es wäre interessant, Studien zur Verfügung zu haben: nicht nur Pubertätsalter je ethnischer Gruppe, sondern auch Pubertätsalter in Abhängigkeit verschiedener kultureller, sozialer und Ernährungsfaktoren, An- und Abwesenheit von Vätern. Je mehr Beiträge soziale Faktoren liefern, desto leichter und für mehr Menschen wäre das Problem lösbar.)

Wer Argumente abtut, ohne sie zu durchdenken, beraubt Menschen ihres Potentials.

Kaufen und lesen, Leute! Ihr enttäuscht. Eure zahlreichen „Klick“ bleiben bislang folgenlos. Dieses Buch ist ein Hammer, der Druck gut gelungen. Ich mag weder Werbung noch Selbstwerbung, aber bislang enttäuscht die Zahl der Nichtleser. 🙂

anmache-umschlag

Fußnoten

1 Genaugenommen spielten angeborene Umstände, die auch von noch unbekannten Einflüssen abhängen, und damals für eine spätere Pubertät von Nordeuropäern sorgten, zusammen mit kulturellen Unterschieden, die Balz- und Sozialverhalten ab der Pubertät prägen.

2 stark vereinfacht; genaue Analyse dürfte ein differenzierteres Bild ergeben. Auch den Anteil kultureller und angeborener Ursachen können wir nicht genau wissen.

3 Zufällig oder nicht deckt sich die starke Akzeleration in groben Zügen mit der Zeit feministischer Wellen. Vorsichtig ausgedrückt könnte spekuliert werden, das Umkippen des alten Gleichgewichts könne mit beidem in einem noch unbekannten Zusammenhang stehen.

4 «Lena Dunham Says Extinction of White Men Will Lead to Better Men
Darnyell Wint, November 3, 2016
Lena Dunham posted a bizarre video on Twitter with her father, Carroll Dunham, supporting extinction of white males.
In the video, she asked her father, “How are you feeling about the extinction of white men?”
Her father responded, “Well white men are a problem. Straight white men are a big problem, that’s for sure.” …’Both express pleasure in the strange idea of white men’s extinction.
It has become a rule of thumb to not pay attention to Lena for some time now. However, it’s quite strange how liberals give her a pass on her blatant racism and sexism. …
Why is she not being called out now for this or her other Twitter posts against white males? The double standard in the media is blatant and intentionally oblivious to bigotry towards white men.» (http://thelibertarianrepublic.com/lena-dunham-video-supports-extinction/)

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