Innere Blockaden, die uns täuschen

Vorab ein Exkurs in Themen, die derzeit „besser laufen”:

«Bundespolizeidirektion Sankt Augustin
BPOLD STA: Mit Mercedesstern bedroht – Ladendieb schrie: „In meinem Land hätte man euch geköpft” – Festnahme durch Bundespolizei
11.08.2016 – 09:24
Auch der Sicherheitsdienst der Deutschen Bahn, die den Flüchtenden verfolgten, wurde in gleicher Weise auf dem Bahnsteig 2-5 bedroht. Hierbei unterstützte der Dieb sein aggressives Verhalten mit verbalen Injurien, wie: „Scheiß Deutsche, ich mach euch kaputt. In meinem Land hätte man euch geköpft!”»1 (Presseportal)

Geglückte Integration. Danke für die Bereicherung.

Heute möchte ich einige typische innere Blockaden vorstellen, mit denen wir uns täuschen, und die verhindern, Informationen wahrzunehmen, die unser blockierendes Vorurteil widerlegen könnten.

(1) Wertkonservative und Populisten bedauern gerne die Verwirrung der Geschlechter. Dies geschieht jedoch seit Generationen nicht mehr durch intellektuelles Grübeln, Überdenken und Rückgrat, das ebenso lange von Feminismuswellen gebrochen ist. Es handelt sich um ein diffuses Gefühl, das unbekanntes ablehnt, weil es die vertrauten Restdifferenzen zu gefährden scheint.

Aus diesem Grunde werden neue Argumente und neue wissenschaftliche Fakten, wie in meinen Büchern vorgestellt, argwöhnisch und mißtrauisch gemieden. Neulich zitierte ich Untersuchungen, denen zufolge häusliche Gewalt und Streit mehrheitlich von Frauen gegen Männer begonnen wird, nicht aber umgekehrt, wie von Feministen unterstellt.

Die paradoxe Reaktion war, daß zuvor wohlgesonnene konservative Kräfte vehement die vermeintliche „Gleichmachung” der Geschlechter durch meine – ungelesenen – Bücher zurückwiesen und feministischen Tiraden zustimmten, die den Mann als von destruktiven, aggressiven Kräften geprägt ansahen. Die negative, männerfeindliche Sicht war genehmer, weil in dieser Verzerrung durch Greuelpropaganda die von feministischer Genderei und Gleichmacherei geleugnete Geschlechterdifferenz durch die Hintertür wieder hereinkam. Der Person mit ihrer feministischen Position wurde klar zugestimmt.

Darin drückt sich mehreres aus: Feministische Positionen sind widersprüchlich. Sie leugnen die Existenz zweier Geschlechter, die andererseits in ihrer schwarzen Propaganda, ihren Kampagnen, Frauenbevorzugungen und Quoten ganz klar vorausgesetzt und benutzt werden.

Feministinnen argumentieren gleichzeitig, es gäbe die zwei Geschlechter nicht und auf Grundlage zweier Geschlechter, mit „Gleichheit” und massiver einseitiger Frauenbevorzugung und weiblicher Dominanz. Dabei behaupte ich nicht, diese oder jene Person sei „Feminist”; wir alle sind von klein auf indoktriniert, so daß die Grenzen fließend geworden sind.

Meine Argumente und Bücher beweisen bislang nur vermutete oder „gefühlte” Geschlechtsunterschiede wissenschaftlich, außerdem neue, von denen wir nichts wußten, bevor moderne Methoden, Erhebungen oder Evolutionsbiologie sie nachwiesen. Der Eindruck, neue Argumente wollten „gleichmachen”, täuscht, ist subjektiv, beruht einzig auf der Abweichung vom Gewohnten, d.h. dem Vorurteil.

Die Krönung war ein schiefer Löwenvergleich. Es sei der Löwe, der Löwenjunge totbeiße, nicht die Löwenmutter, alles andere ginge ja „gegen die Natur”. Nun sind Menschen keine Löwen. Es scheint dem Vorbringer des Arguments nicht klar gewesen zu sein, wie lächerlich die Rolle des „Königs der Tiere” gegenüber dem weiblichen Geschlecht ist: Wenn die Löwin sich von ihm trennt, verhungert und stirbt er. Daher muß er in der kurzen Zeit, die ihm bleibt, möglichst viele Nachkommen zur Welt bringen, was die Verdrängung fremden Nachwuchses erklärt.

Bei Menschen dagegen ist nachgewiesen, daß leibliche Mütter häufiger ihren Kindern schaden als leibliche Väter. Wer das nicht glauben will, schützt eigenes Vorurteil, indem Bücher gemieden oder verrissen werden, ohne sie zu lesen, also in Unkenntnis, wodurch die Gefahr vermieden wird, Irrtümer korrigieren zu müssen. Im Eifer des Gefechts, um eigenes Vorurteil vor Überwindung zu schützen, werden zuweilen Buch und Verfasser öffentlich madig gemacht, damit auch sonst niemand die für eigenes Vorurteil gefährlichen Bücher, Informationen und Argumente liest.

(2) Männer brauchen ein positives Selbstbild, um sich wohl zu fühlen, überzeugend zu wirken, in Gesellschaft und bei Frauen anzukommen. Daher sehen sich die meisten erfolgreicher bei Frauen, als sie sind. Ein sehr beliebtes Spiel unter feminismusgeschädigten Männern ist es, sich selbst als „Alphamann” zu sehen, als bei Frauen erfolgreichen Mann. Dazu dient auch die PUA (Pick-Up-Artist) Szene, die Methoden lehren will, wie Männer trotz ausufernder weiblicher Ansprüche, abgestürzten männlichen Ansehens und des Untergangs aller Gegengewichte und Ausgleichsmechanismen Frauen erfolgreich verführen können.

Wer sich eine Blöße gibt, ist untendurch, ganz besonders bei Frauen. Ehrlichkeit wie in meinen Büchern wird durch Mißachtung bestraft. Schon in den 1980ern wollte ich über die biologische, gesellschaftliche und ideologische Situation aufklären und solidarische Menschen hervorbringen, die sich um Verlierer kümmern. Das wurde von Feminismus und Vorurteil heftig unterdrückt. Stattdessen entwickelten sich, ein oder zwei Jahrzehnte nach meiner unverlegten Buchreihe, Flirtschulen und PUA-Szene.

Diese kann aus logischen Gründen das Problem nicht lösen. Wenn bei freier Wahl 80 Prozent Männer scheitern, so nützt kein Aufreißtrick, keine Flirtschule, kein PUA-Meister. Denn die Zahl der Verlierer wird dadurch nicht geringer. Es boxen sich nur einige „Experten” mit viel Mühe und Arbeitstechnik auf Kosten fleißiger, gebildeter, aber Flirtunkundiger nach vorne. Künftig bekommen die PUA-Experten die Frauen, wogegen der arbeitende, gebildete und fleißige Teil der männlichen Bevölkerung leer ausgeht. Einzige Wirkung solcher Techniken ist, daß die Hürden noch höher werden, weil die breite Mehrheit Männer nun nicht nur mit überzogenen weiblichen Ansprüchen, feministischer Ideologie und in der Folge verlorener weiblicher Liebes- und Mitfühlfähigkeit zu tun hat, sondern auch mit flirtgeschulten Meistern, die mit erlernten Techniken natürliche Männer ausstechen.

Nicht nur die PUA-Szene, sogar die winzige Männerrechtsszene, eher ein Anhängsel des Feminismus, von feministischen Grundsätzen geprägt, an tiefem Durchdenken meist nicht interessiert und daher nicht fähig, dem Käfig feministischer Ideologie zu entkommen, hat einen großen Anteil Vertreter, die sich damit brüsten, „keine Probleme zu haben” und „bei Frauen erfolgreich” zu sein.

Nun gibt es logisch zwei Möglichkeiten: Entweder gehört der Mann zur Minderheit von höchstens 20 Prozent, die Gewinner des Feminismus und einseitig weiblicher Selektionswahl sind – dann sind sie unsolidarisch in ihrer Überheblichkeit und spielen dem Feminismus in die Hände. Denn sie profitieren ja von weiblicher Dominanz, weil sie gewählt werden. Salopp gesagt freuen sich viele Männer solcher Szenen wie der Gesamtgesellschaft, (am liebsten viele) Frauen „herumzukriegen”, scheren sich aber einen „Scheißdreck” darum, wie es männlichen Verlierern ergeht.

Oder sie gehören tatsächlich zur breiten Mehrheit männlicher Verlierer, machen sich nur etwas vor, weil es angenehmer für ihr Selbstbild ist. Denn sich einzugestehen, nicht auf der Sonnenseite zu stehen, ist unbequem und würde ihre Chancen weiter drücken. Sie identifizieren sich mit den Gewinnern des Unrechtssystems, auch weil sie glauben, bei Frauen besser anzukommen, wenn sie sich den Anschein von Gewinnern geben, als wenn sie offen zugeben, Verlierer zu sein, was einen schlechten Wortklang hat. Vermutlich haben sie recht mit ihrer Befürchtung. Das hat jedoch zur Folge, daß auch die unterdrückte breite Mehrheit Männer sich mit den Profiteuren des femanzigen Systems identifiziert und ihm so in die Hände arbeitet.

Konkret hatte dies folgende, groteske Wirkung: In einer Debatte wies ich auf die Unterdrückung der Männer hin. Daraufhin schrieb jemand, der auf seinen Seiten Leute der PUA-Szene haben soll und sich auf Evolution beruft, das sei unsinnig, Männer könnten gar nicht unterdrückt sein, und für jede Mutter gäbe es ja auch einen Vater. Dabei hatte ich zuvor schon die genetisch nachgewiesenen vier bis fünf Mütter auf nur einen Vater im Erbgut erwähnt.

Das war ein klassischer logischer Fehlschluß, der „Polygamie” und die auch von manchen Feministinnen erwähnte Tatsache ignoriert, daß bei freier einseitig weiblicher Wahl alle Frauen die gleichen 20 Prozent Männer wählen, 80 Prozent Männer aber diskriminieren, ausschließen. Genau das zeigen übrigens unsere Gene.

Solche Fehlschlüsse sind besonders dann peinlich, wenn sich jemand selbst auf Evolution beruft, denn sie zeigen, das Prinzip sexueller Selektion nicht verstanden zu haben.

Dazu kommt wie üblich die Weigerung, Bücher mit den Fakten und Argumenten zu lesen. So wie (1) Wertkonservative emotional ungelesen ablehnen, reagieren (2) auch PUA und gleichheitsfeministische Männerrechtler. Die Möglichkeit, daß entgegen unserer Intuition Männer unterdrückt sein könnten, wird ebenso als „naturwidrig” in Unkenntnis von Büchern und Fakten abgelehnt wie die Möglichkeit, daß Frauen häufiger als Männer gegen das andere Geschlecht tätlich werden könnten.

Solche irrationale Ablehnung in Unkenntnis erinnert an die Mühe, die es Darwin und Nachfolger kostete, die wissenschaftlich äußerst gut abgesicherte Evolution im gesellschaftlichen Bewußtsein zu verankern. Die sexuelle Selektion wird bis heute meist nicht richtig verstanden.

Von ad hominem Vorwürfen wie „Darwin würde vom Affen abstammen” bis zu feministischen Biologiefeinden spannt sich ein Bogen gefühlsmäßiger Ablehnung objektiver Wahrheit.

Lest „Die Unterdrückung der Männer”, um die Blockaden zu brechen, neue Fakten und Argumente kennenzulernen. Wichtig ist, für die nötige Verbreitung des Wissen zu sorgen.

cropped-DieUnterdrückungDerMänner.jpg

Fußnote

Advertisements