Jugendkulturen gegen Feminismusfolgen

Seit der Romantik überrollt uns eine Welle der Jugendkulturen nach der anderen. Warum seit der Romantik? Wieso hat seit jener Zeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts traditionelle Kultur keine Bindekraft mehr, schreckt Jugendliche eher ab und zwingt sie, sich außerhalb überlieferter Formen Identität zu suchen?

Die Frage läßt sich beantworten. Zunächst die falsche übliche Antwort: Gewöhnlich wird darauf verwiesen, daß schon im Tierreich unbeweibte männliche Jungtiere sich von Mutter und Vater lösen, um sich einen Platz in der Welt zu erkämpfen, beim Menschen zu erarbeiten. Die Rebellion gegen den Vater sei gewissermaßen Voraussetzung, selbst erwachsen und zum Mann zu werden.

Doch diese Erklärung zieht nicht. Als Väter stärker (oder weniger schwach als heute) waren, gab es solche Rebellion nicht. Kulturen gaben Jugendlichen die Mittel, erwachsen zu werden. Kulturen gaben Identität. Erst Mangel an oder Zerbröckeln von Identität löste Rebellionen aus. Alle Jugendbewegungen suchten nach Leitbildern, Antworten, Identität. Zwar ist die Zeit des Wechsels vom abhängigen Kindsein zum selbständigen Erwachsenen die Zeit der Rebellion, doch der Anlaß, sich neue Wege suchen zu müssen, statt komfortabel in ein kulturelles Angebot hineinzuwachsen, ist gerade das Fehlen männlicher, väterlicher und jungenhafter Identität. Dies verdeutlicht der Zeitpunkt, an dem die Urform der Jugendbewegungen, die Romantik, entstand.

«Krise im ausgehenden 18.Jahrhundert
… Vielleicht kann man die Romantik am besten als erste deutsche Jugend- und Protestbewegung verstehen… Herausragende Autoren waren an allererster Stelle Schelling mit seiner Naturphilosophie» (Peter Groth, http://www.in-output.de/AKE/akerom.html)

1800 ist die „Sattelzeit” nach Kucklicks Buch „Das unmoralische Geschlecht”.

«Das andere Geschlecht, das Bessere Geschlecht» (Erhard Valentin Sprengel, 1798, geheimer preussischer Kriegsrath, nach Kucklick)

«Kaum werden die Männer aus der Aufsicht der Frauen entlassen, kommt wieder das Tier zum Vorschein, das selbstsüchtige Wesen der Vorzeit. Getrennt von Frauen, so Alexander, werden Männer die „rohesten und unkultiviertesten aller Tiere”, sie vernachlässigen in jeder Hinsicht ihre Erziehung… Frauen dagegen, die von Männern getrennt leben, verlieren nichts … von ihrer Friedfertigkeit und Soziabilität.» (Kucklick, Das unmoralische Geschlecht, S. 83 – 84)

Paradox daran ist folgendes: In den von Moderne und Aufklärung weitgehend abgeschafften Ergänzungsstrukturen traditioneller Kulturen sind Menschen gerade nicht selbstsüchtige Wesen, sondern Teil eines Austauschs. Erst die „kapitalistische Moderne”, die Markt und Ökonomie zur alleinigen Macht erhoben, setzten menschlichen Egoismus bewußt als Organisationsprinzip ein, gerade indem alle Rücksicht auf „altbackene kulturelle Vorurteile” aufgehoben wurden. Es verhält sich genau umgekehrt: Je strukturarmer oder gar geschlechtsneutraler eine Gesellschaft, umso ungehemmter entfalten sich Egoismen, ja, lernen Kinder gar nicht erst, Teil eines verantwortlichen Füreinanders zu werden. Die Sicht der Moderne ist hier extrem schief, weil sie parteiisch ist, die uralte, natürlich gewachsene Kultur beseitigen will. Dazu bedient sie sich der Männerhasses, weil Männer die alte Gesellschaft repräsentieren, die sie verdängen wollen, und die Bezugnahme auf instinktive Hilfsbereitschaft für Frauen wird ausgenützt, indem Frauen als Opfer charakterisiert werden, was jeden „anständigen” Menschen dazu bewegen soll, die Ideologie der Moderne – oder später des Feminismus – zu unterstützen.

«In den Schriften der Aufklärer wurde die Grundlage dieses Denkens gelegt, die Grundlage der Negativen Andrologie. .. Etwas anderes als der grausame Mann und die tyrannisierte Frau taucht selten am Rand des Naturpanoramas auf.» (Kucklick, S. 56)

Zwar sind Männerhaß und überzogene Frauenbevorzugung älter. Meine Bücher und Blogartikel verfolgten die Spuren bis zur Zeit der Christianisierung, in die römische Antike. Band 4 „Zensiert” der Reihe „Die beiden Geschlechter” zitiert eine erste-Welle-Feministin, die sich auf die Minnezeit berief, das Ideal der Unterwerfung starker Ritter unter Frauen. Verstärkt seit der Frühneuzeit und Kolonialzeit wies ich anhand des Materials von Kucklick auf eklatante Verleumdung des „wilden” oder „fremden Mannes”, seine Abwertung zu einem abscheulichen Zerrbild hin, wobei gleichzeitig Frauen geradezu vergöttert und als Vorbild hingestellt wurden. Schon dadurch dürfte ein Druck entstanden sein, auch ein sexueller Druck, der bei Revolutionen wie der französischen Revolution als Antrieb nicht unterschätzt werden sollte. Wer das nicht glaubt, kann dies „Dantons Tod” von Georg Büchner entnehmen, der nach intensivem Quellenstudium unter anderem das Doppelgesicht vieler Revolutionen beschrieb: Auf der einen Seite die Verheißung neuer Freiheit für Männer niedrigen Standes oder Ranges (die Verlierer der Selektion), deren Schattenseite Laster ist, zum anderen neue Formen schärferer Unterdrückung als je zuvor, wie während des Schreckensregimes des Tugendterroristen Robespierre.

Doch so problematisch westliche Zivilisation aufgrund ihrer Achillesverse Männerhaß und Frauenvergötterung schon damals war, so war doch noch lange nicht das Ausmaß an Ungleichgewicht erreicht, das die Sattelzeit um 1800 schuf, wie „Das unmoralische Geschlecht” zeigte. Seit damals ist Männerhaß fest verankerter Baustein und Grundlage des Denkens westlicher Zivilisation, ebenso Frauenvergötterung.

So wie die Christen des alten Roms und später Germaniens heidnische Kultur verdrängen wollten, wobei der heidnische Mann in den Ruf des „grausamen, barbarischen Heiden” geriet, der gebändigt und bekehrt werden müsse, um zu einem guten und vertrauenswürdigen Menschen zu werden, so dient anscheinend die verächtliche Zuschreibung des „tyrannischen Mannes” der Überwindung des Naturrechts des Ancien Régimes.

«Die Tradition setzte eine an sich positive – weil von Gott geschaffene – Natur voraus und fürchtete deren Negation durch Männer. [etwa durch Heiden, Ungläubige] Um 1800 wurde dagegen die männliche Natur selbst negativ gedeutet – und erwartet wurde die Negation dieser Natur, um zu einem zivilisierten Menschen zu werden.» (Kucklick, S. 61)

Bereits vorher, zu Beginn des kolonialen Zeitalters, als europäische Schiffe Kolonien gründeten, wurden die Männer außereuropäischer Stämme als brutale Wilde dargestellt, die ihre Frauen tyrannisch unterdrücken würden, was offenbar ein moralischer Grund dafür war, diese als Kolonialmacht zu unterwerfen und zur „Zivilisation” und zum „Christentum” zu bekehren.

«Mehr als die Hälft des Globus ist von Wilden bewohnt; & bei all diesen Völkern sind die Frauen sehr – unglücklich. Der wilde Mann, zugleich grausam und gleichgültig, aktiv aus Notwendigkeit, aber unwiderstehlich zur Trägheit neigend, ohne Ahnung von der Beschaffenheit zur Liebe, & ohne irgendwelchen moralischen Vorstellungen, die allein das Reich der Gewalt besänftigen könnten, die er als das einzige Gesetz der Natur erachtet, befehligt er despotisch jene, die ihm die Vernunft zu Gleichen macht, aber die Schwäche ihm unterwirft.» (Thomas 1773, 6f; Kucklick, S. 49)

Mögen solche Anfeindungen ursprünglich als schwarze Propaganda in Machtkampf und Eroberungskrieg erscheinen, so werden sie in der Sattelzeit endemisch, fest verankert in unserer Zivilisation. Es klingen bereits wesentliche Vorwürfe des späteren Feminismus an, der solche Schiefsicht und Verleumdung weniger erfunden, als vielmehr geklaut und dann extremistisch, haßvoll zu einem militanten Ideologie- und Unterdrückungssystem ausgebaut hat. Doch die Bausteine prägen die Gesellschaft seit der Sattelzeit.

Daher dürfte es kaum ein Zufall sein, daß während der Sattelzeit, oder unmittelbar danach, mit der Romantik die erste schwärmerische Jugendrebellion ausbrach. Jungen mußten sich eine neue Identität suchen, weil die alte männliche Identität verunglimpft worden, als „böse”, „egoistisch”, „tyrannisch”, sprich „unterdrückerisch” hingestellt worden war. Der Bezug zwischen den Geschlechtern war beschädigt von solch systematischer Misandrie des zeitgenössischen Denkens. Kulturelle Strukturen hatten begonnen, sich aufzulösen, trugen die Heranwachsenden nicht mehr, konnten ihr Lebensglück nicht bereitstellen. Deshalb benötigten die Liebesgefühle Jugendlicher ein neues Ventil – schwärmerisch und romantisch brach es sich durch, mit einem Ruf „zurück zur Natur”, der noch für viele spätere Jugendbewegungen typisch werden sollte.

«Das romantische Projekt war die erste Gegenbewegung gegen die entzaubernde Wirkung der Moderne. Die Romantiker setzten gezielt Weiblichkeit als Protestform ein, diese Verkoppelung hat dann Schule gemacht in vielen Protestbewegungen, vor allem im Feminismus, weshalb die Romantik Relevanz und Strahlkraft bis in den Postfeminismus besitzt. [17, Klinger 1992]» (Das unmoralische Geschlecht, Kucklick, S. 197)

Damit wurde das Gift zur Problemlösung, denn die Moderne beruhte ja bereits auf männerfeindliche und Frauen idealisiernder Sicht. Gegen solche Schiefsicht darf natürlich nicht mit Weiblichkeit rebelliert werden – sonst entsteht Feminismus, eine Ideologie, die Probleme, Schäden und Ungleichgewicht vergrößern muß, weil sie die geschädigten Opfer als Täter hinstellt und die Bevorzugten als Opfer, also alles genau verkehrt herum deutet.

Der erste-Welle-Feminismus beschädigte nochmals kräftig die verbliebenen Geschlechterbezüge, den Rest an Ergänzung und Tausch der Geschlechter. Wen wundert es, daß die nächste große Jugendbewegung nach der Romantik ab der Jahrhundertwende von 1900 „Jugendstil” und „Wandervögel” wurden? Wieder gab es einen Versuch schwärmerischen Neubeginns, gerade auch der geschädigten Geschlechterbeziehungen.

«Etwa 3000 Jugendliche unterschiedlichster Organisationen, Verbände und Institutionen fanden sich am 12. und 13. Oktober 1913 zusammen, um dort den Ersten Freideutschen Jugendtag zu feiern.

Die Grundgedanken, Ideen und Ziele, die 1913 auf dem Hohen Meißner verkündet wurden, haben das Selbstverständnis späterer Generationen von Jugendbewegten beeinflußt» (http://www.umweltunderinnerung.de/index.php/kapitelseiten/lebensweisen/63-das-jugendtreffen-auf-dem-hohen-meissner)

Für damalige Zeitgenossen gehörte der veränderte Umgang von Jungen und Mädchen zu den wichtigen Erfahrungen. Eigenes Liedgut, Zeltlager und Wanderfahrten weisen Parallelen auf zu Festivals und Asienreisen der Blumenkinder in den 1960ern. Barfußgehen war in beiden Bewegungen und Epochen beliebt. Quellen aus den USA führen die Ursprünge der Hippies zu einem guten Teil auf deutsche Einwanderer zurück, die um oder kurz nach 1900 ihre Ideen nach Kalifornien mitbrachten.

«„Die gemeinsame Wurzel war der Hohe Meißner” – 100 Jahre Jugendbewegung

Ein Gespräch mit Prof. Bernhard Vogel über den Bund Neudeutschland

Im Oktober 1913 versammelten sich zwei bis drei Tausend Jugendliche auf dem Hohen Meißner bei Kassel zum ersten „Freideutschen Jugendtag“. Es war die Geburtsstunde der deutschen Jugendbewegung. Aus ihr ging im Juli 1919 auch der Bund Neudeutschland hervor, eine vom Kölner Erzbischof Felix Kardinal von Hartmann kurz vor seinem Tod gegründete, katholische Jugendorganisation. Nach wenigen Monaten hatte der Bund bereits 10.000 Mitglieder in 100 Ortsgruppen. Nach einem Jahr belief sich die Mitgliederzahl auf 25.000. Zu ihnen gehörten im Lauf des 20. Jahrhunderts auch viele prominente christlich-demokratische Politiker wie Josef Rommerskirchen, Ernst Majonica, Hans Katzer, Alois Mertes, Adolf Süsterhenn und Rainer Barzel. …  In der katholischen Kirche ist vieles von dem, was in der Jugendbewegung begann, durch das 2. Vatikanische Konzil Allgemeingut geworden. » (http://www.kas.de/wf/de/71.12696/)

Entgegen ihrem Ruf wurden die Wandervögel von einem breiten politischen und religiösen Spektrum aufgesogen. Von katholischen und evangelischen ging es bereits bis zu spirituellen oder esoterischen Strömungen; von katholisch-konservativen über christdemokratische Strömungen bis zu den sich später gründenden Jungfaschisten; aber auch das linke Spektrum von Sozialdemokraten bis zu kommunistischen Anhängern der Oktoberrevolution bediente sich an Zügen der Jugendbewegung, prägte später das Umfeld der Hippies.

Ein bekannter Politiker der frühen BRD erzählte, zeitlebens denen vertraut zu haben und ihnen verbunden gewesen zu sein, die er beim Treffen ihrer Bewegung auf dem Hohen Meißner 1913 getroffen hatte. Es war so eine Art deutsches Woodstock der Wandervögel gewesen.

Die nächsten Wellen der Verunglimpfung und Überlastung des Mannes brachten die Hippies, Blumenkinder, Acid Heads und Liebesgeneration hervor. Von Liedern wie

«It’s been a hard day’s night

And I’ve been working like a dog …

You know I work all day

To get you money to buy you things» (The Beatles, A Hard Day’s Night)

bis zu vielen anderen Bluesballaden vom harten Leben rangniederer Männer, oft entrechteter schwarzer Männer, handelten viele frühe Lieder von den Schwierigkeiten männlicher Verlierer mit Frauen.

«Wenn jemand sich ergriffen fühlte, würde er einen Vers singen. Jeder Bluesvers über die schmerzhaften Wechselfälle, in die Frauen Männer versetzen, wurde gesungen. Es wurde zum Wettbewerb zu sehen, wem am meisten Unrecht durch eine Frau geschehen war, und zugleich zur Bestätigung unsrer Männlichkeit, daß wir es wählten, uns mit Frauen abzumühen und darüber Lieder zu schreiben.» (Melville Bishop, Hippie Picaresque: On the Road Meets the Summer of Love, 1967, geschrieben 69/70 in Berkeley)1

Auch die Gegenkultur der Gurus und Saddhus in Indien dürfte etwas mit dem auf Männern lastenden Druck zu tun haben. Sind die Kinder alt genug, sich selbst zu ernähren, konnte traditionellerweise ein Mann der Brahmanenkaste Haus, Frau und Familie verlassen, lieber arm aber frei barfuß durch indische Dörfer pilgern, als sich Streß und Pflichten länger auszusetzen.

«Gequälte Ehemänner entkamen oft dem Zuhause, um eine Pause zu machen, Rat zu holen, oder sich anzuvertrauen. Wer immer kam, wurde willkommen geheißen, sich auf die Pritsche zu setzen.» (Ananda Brady, Ten Years on the Hippie Trail)2

Lenore Kandel, „die der Haight-Ashbury zu lieben lehrte”, sprach sich gegen eine unmännliche Welt, insbesondere unmännliche Berufswelt aus.
«Die Gesellschaft ist nicht gerade auf Männer ausgerichtet, wirklich. Arbeitsstellen und die Art der Arbeiten sind nicht sehr männlich... Die Kultur zerfällt schneller und schneller.»3 (Lenore Kandel, bekannte Autorin der Szene, in: Leonard & Deborah Wolf, Voices From The Love Generation, S. 19, 1967)

Es handelte sich also ursprünglich um eine Rebellion gegen Feminismusfolgen, wie frühere Jugendbewegungen auch, die später dann von einer neuen feministischen Welle tragischerweise überrollt und in ihr Gegenteil umgedreht wurde; andere waren geistig durchgehend geprägt vom feministischen Geist, der die Probleme und Identitätskrisen auslöste, gegen die sie rebellierten: Eine verblendete Rebellion sozusagen, die an ihrer Blindheit scheitern mußte, das Problem in sich trug, an dem sie litten und wogegen sie zu rebellieren versuchten.

Nach dem Umdrehen der Blumenkinder in feministische „lila Pudel” oder 1968er Linksradikale folgten Punks als Sammelbewegung für Protest. Zahlreiche Moden von Heavy Metal über Rave und Goa bis Rappern lockten mit Gegengemeinschaft und Identität. Hinzu kamen Neonazis, zuletzt der Islamische Staat. Alle diese Jugendbewegungen hatten eins gemeinsam: Sie versuchten, Jugendlichen eine (Ersatz-) Identität zu bieten, nachdem natürliche und kulturelle Identität von feministischen (oder protofeministischen) Wellen zerstört und verunglimpft worden war. Sie versuchten, die gestörten Beziehungen der Geschlechter auf eine neue Basis zu stellen.

«„Der IS ist ein Stück weit Jugendkultur

Wer früher provozieren wollte, wurde Punk. Heute geht er zum IS.” Diese Aussage stammt von Politologe Peter Neumann. …

Neumann kennt dadurch die Persönlichkeitsprofile der Jihad-Reisenden sehr genau: „Der islamistische Terrorismus ist eine Jugendkultur.” Längst nicht alle sind perspektivlose Jugendliche aus Vorstädten. Das möge für Deutschland und Frankreich grösstenteils stimmen, so Neumann, in England seien aber sehr viele Studenten dabei. „Universitäten sind klassische Rekrutierungsorte für Islamisten.” Man ist in einer neuen Stadt, an einer neuen Schule, kennt niemanden und wird primär als Muslim wahrgenommen. Da sei es schnell attraktiv, wenn jemand auf einen zukomme: „Ich verstehe genau, wie es dir geht, komm mal vorbei, wir trinken Tee und diskutieren.”

Viele Kämpfer sind jung, Anfang bis Mitte zwanzig. Das sei ein Alter für rebellische Phasen, so Neumann. „Und was ist das Verrückteste, was du heute machen kannst? Womit du alle Autoritäten gegen dich aufbringst? Vor 30 Jahren wärst du vielleicht Punk geworden, vor 20 Jahren Neonazi, heute wirst du Islamist.” (ofi)» (http://www.20min.ch/ausland/news/story/-Der-IS-ist-ein-Stueck-weit-Jugendkultur–26152491)

Islamistische Terrorgruppen hängen mit Entwurzelung durch feministische Agenda und Gender-Mainstreaming ztusammen, wie Band 3 „Die Genderung der Welt: Wie Feminismus weltweit Kulturen zerstört” der Reihe „Die beiden Geschlechter” nachweist. Demnächst wird das Buch in einem Verlag erscheinen.

Vor 50 Jahren wären sie vielleicht Hippies geworden, Rebellen der Liebesgeneration. Mädchen aber wurden seit mindestens 50 (wenn nicht 150) Jahren von Feministen aufgesogen; der Druck feministischer Wellen läßt Gegenbewegungen entstehen, die Desorientierten, Entwurzelten Identität und Orientierung versprechen.

Es ist eure Aufgabe, dieses Wissen zu vermitteln, damit die nächste Jugendbewegung nicht so blind und unwissend ist wie frühere, den feministischen Spuk wegfegt und überwindet, auf Liebe gründet wie die Liebesgeneration, nicht aber auf stumpfer Radikalität pseudo-politischer oder pseudo-religiöser Extremisten.

Dies war ein Auszug aus Band 4 „Zensiert” der Reihe „Die beiden Geschlechter”, der sowohl seit Jahrzehnten zensierte, von der Öffentlichkeit ignorierte, weiterhin unbekannte Argumente und Fakten enthalten wird, als auch neueste Ergebnisse.

Einige Zitate entstammen Band 3 „Die Genderung der Welt”, das demnächst in einem Verlag erscheinen wird.

Fußnoten

1«Whenever anyone felt moved, they would sing a verse. Every blues verse about the painful changes women put men through was sung. It became a contest to see who had been most wronged by a woman, and at the same time an affirmation of our maleness that we choose to hassle with women and live to sing about it.» (Melville Bishop, Hippie Picaresque: On the Road Meets the Summer of Love, 1967, geschrieben 69/70 in Berkeley)

2«Harried husbands would often get away from the household to take a break, get advice, or confide. Whoever would turn up was made welcomed to take a seat on the cot.» (Ananda Brady, Ten Years on the Hippie Trail)

3«society isn’t very male directed, really. Jobs and way of jobs aren’t very manly... The culture is crumbling faster and faster.» (Lenore Kandel, bekannte Autorin der Szene, in: Leonard & Deborah Wolf, Voices From The Love Generation, S. 19, 1967)

Advertisements